Die Musikwoche Südost

Die Musikwoche Südost ist seit 2021 das musikalische Gemeinschaftsprojekt der drei Münsteraner Ortsteile Wolbeck, Gremmendorf und Angelmodde. 2026 findet die Musikwoche Südost vom 14. bis 20. August statt – bei freiem Eintritt und an zwei zentralen Standorten in Angelmodde und Gremmendorf.
Die Idee und die Akteure der ersten Stunde (2021)
Die Musikwoche Südost wurde 2021 ins Leben gerufen, um die drei Ortsteile von Münster-Südost – Wolbeck, Gremmendorf und Angelmodde – stärker miteinander zu verbinden und das Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Initiator und Schirmherr des Projekts war Bezirksbürgermeister Peter Bensmann.
Die Umsetzung erfolgte im Wesentlichen durch zwei zentrale Akteursgruppen:
- Die Musikschule Wolbeck: Der Vorstand um Christine Kirchhoff, Stefan Althoff und Dirk Jöstingmeier sowie Schulleiter Knud Krautwig bildete den musikalischen Arm des Festivals.
- Die lokale Gastronomie: Sieben Gaststätten (Hotel Münnich, Kiepe, Sültemeyer, Höfte-Stuben, Friedenskrug, Düppe und Strandhof) schlossen sich zusammen, um nach den Herausforderungen der Pandemie wieder Publikum anzuziehen und eine „Gastronomie-Community” zu bilden.
Ein weiteres zentrales Ziel beim Start war der gute Zweck: Es wurde kein Eintritt verlangt, stattdessen ging ein „Hut” herum, um Spenden für einen neu gegründeten Sozialfonds der Musikschule zu sammeln, der Kindern aus finanziell schwächeren Familien Musikunterricht ermöglichen soll. Bereits im ersten Jahr kamen hierbei 3.400 Euro zusammen.
Die Entwicklung des Programms und Veränderungen (2021–2025)
Die Musikwoche Südost hat sich über die Jahre musikalisch und konzeptionell stetig weiterentwickelt:
- 2021 (Der Start): Die erste Ausgabe fand Ende September bis Anfang Oktober dezentral in den sieben teilnehmenden Gaststätten statt und bot 20 musikalische Darbietungen. Das Spektrum reichte von Klassik und Orchestermusik über Pop und Filmmusik bis hin zu Irish Folk. Zudem gab es für Kinder die Möglichkeit, Instrumente auszuprobieren.
- 2022: Das musikalische Repertoire wurde erweitert. Erstmals gab es Auftritte eines A-cappella-Popchors („Chornichons”) und das Jugendzentrum Bahnhof Wolbeck beteiligte sich mit dem Schwerpunkt Beats & Rap, auch wenn dort Auftritte krankheitsbedingt ausfielen.
- 2023: Das Kneipen-Konzept wurde erfolgreich fortgesetzt, wobei die Gaststätten bereits zu Beginn stark frequentiert waren. Die Konzerte verteilten sich auf Gaststätten wie die “Kiepe”, den “Friedenskrug”, die “Höfte-Stuben”, den “Strandhof” und “Sültemeyer”. Das musikalische Spektrum reichte von A-Cappella-Popchören (“Chornichons”, “Friday on my mind”) und Jazz über Rock- und Pop-Coversongs (etwa von Hasso & Inka Maas oder Hasso & Henry) bis hin zu Blues-Formationen wie “Kor & Bluesshifters” und “The Vibrosonics”. Zum Abschluss gab es einen großen Familientag bei Münnich mit Schulchören und einem „Orchester Kunterbunt”. Hierbei stand die musikalische Förderung von Kindern im Mittelpunkt, unterstützt durch die Westfälische Schule für Musik, den Jekiss-Chor aus Angelmodde und das 20-köpfige “Orchester Kunterbunt” der Eichendorffschule. (Bericht zur Musikwoche Südost 2023)
- 2024 (Der Konzeptwechsel): In diesem Jahr änderte man die Veranstaltungsorte. Statt nur in den Kneipen, startete die Woche nun als Open-Air-Event auf dem Rasen neben der St. Agatha-Kirche in Angelmodde, was besonders junge Familien anzog. Dort feierte auch das erste „Gremmendorf-Lied”, komponiert und vorgetragen von Hasso Maas, seine Premiere. Unter der Woche fanden die Konzerte weiterhin in den Gaststätten statt, mit Ausnahme der „Düppe”, die dauerhaft geschlossen hatte.
- 2025: Das erfolgreiche Open-Air-Wochenende an St. Agatha wurde beibehalten und ausgebaut, unterstützt durch gastronomische Stände der lokalen Karnevalsvereine KG ZiBoMo und KG Die Provinzler. Die Musikwoche gipfelte in einem neuen Veranstaltungsort für das Finale: das „Wersewerk”.