Münster: Sportpaten bauen Flüchtlingen Brücken Schnuppertage beim Hochschulsport der WWU und Patenmodell

Münster (SMS) Sport als Motor der Integration, als Hilfe, in der neuen Heimat schneller Fuß zu fassen: Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen aus den sechs städtischen Berufskollegs folgten gern einer Einladung des Hochschulsports (HSP). „Schnüffelspiele“ zum Kennenlernen standen auf dem Programm: Bei Basketball, Lacrosse, Fußball und Frisbee wurde zwanglos miteinander gesportelt. Zugleich starteten HSP-Leiter Jörg Verhoeven und ein engagiertes Team aus Studierenden und anderen Freiwilligen ein Patenschaftsmodell, das den jungen Flüchtlingen den Einstieg in den HSP erleichtern soll.

Die Schnuppertage sind Teil des Integrationsprojektes „angekommen in deiner Stadt Münster“. Das Bildungs- und Betreuungsprogramm für zugewanderte Jugendliche wurde von der Walter Blüchert Stiftung, der Stadt Münster und dem NRW-Ministerium ins Leben gerufen; offiziell geht es in Münster im September an den Start.

Begeistert probierten die jungen Neumünsteraner die vielfältigen Angebote des HSP aus, um sich dann für einen Sommerferien-Kurs ihrer Wahl zu entscheiden. Auch dann müssen sie nicht allein trainieren: ein Tandempartner macht mit und hilft so, Brücken zu bauen. „Angebote in den Ferien sind enorm wichtig“, meint Projektleiterin Andela Rakowski aus dem städtischen Amt für Schule und Weiterbildung. „Migrantinnen und Migranten kommen so auch außerhalb der Schule mit gleichaltrigen Münsteranern in Kontakt und wachsen wie selbstverständlich in die Gesellschaft hinein.“

Insgesamt wurden an beiden Schnuppertagen 170 Schüler und Schülerinnen gezählt. Auch Jörg Verhoeven ist sehr zufrieden mit dieser großen Resonanz und betont: „Sport ist ein wichtiges Integrationselement.“

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