Münster: Einzelhandelskonzept geht in die Schlussberatung

Teilen heißt kümmern!

Münster. Im Mai eröffnete das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung die öffentliche Debatte um die Fortschreibung des münsterschen Einzelhandelskonzeptes. Bis in den September hinein folgte ein intensiver Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Behörden und Institutionen über die Inhalte des Konzeptes.

Jetzt wird das fortgeschriebene Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt in den parlamentarischen Gremien beraten. Am 10. Dezember befasst sich der Rat abschließend mit der Vorlage.

Konzept definiert zentrale Versorgungsbereiche für Münster

Mit dem Konzept definiert die Stadt zentrale Versorgungsbereiche, in denen der Einzelhandel gestärkt und gefördert werden soll. Die Inhalte des Konzeptes und die für den Einzelhandel festgelegten Spielregeln stießen in der öffentlichen Diskussion in den vergangenen Monaten auf breite Zustimmung. Verschiedene Anregungen und Hinweise griff das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung auf und arbeitete sie in die neue Fassung ein.

Zentren auch der Stadtteile von Münster sichern und entwickeln

"Im Mittelpunkt des neuen Konzeptes steht die Sicherung und Entwicklung der Zentren. Hierzu gehören sowohl die Innenstadt als auch die Neben- und Stadtteilzentren", erläutert Christian Schowe, Leiter des Stadtplanungsamtes. "Die Zentren unterliegen dem besonderen Schutz des Gesetzgebers. Nur dort dürfen sich in Zukunft großflächige Einzelhandelsgeschäfte mit innenstadt- beziehungsweise zentrenrelevanten Sortimenten ansiedeln."

Kundinnen und Kunden dauerhaft binden

Münsters Einzelhändlern gelingt es bereits vielfach, Kundinnen und Kunden dauerhaft zu binden. Die Spielräume für eine Ausweitung der Verkaufsflächen sind allerdings eng begrenzt. Vorschläge, wie sich diese verträglich in die Zentrenstrukturen integrieren lassen, finden sich ebenfalls im neuen Einzelhandelskonzept.

Sicherung der Nahversorgung mit Lebensmitteln

Einen eindeutigen Schwerpunkt legt das neue Konzept auf die Sicherung der Nahversorgung mit Lebensmitteln. Das noch kleinmaschige Netz der Standorte soll gesichert werden, damit sich auch in Zukunft weniger mobile Münsteranerinnen und Münsteraner über kurze Einkaufswege freuen können. Christian Schowe: "Besonders die Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels bedarf in Zukunft einer sensiblen Steuerung, die sich noch mehr als bisher an den sich verändernden Versorgungsbedürfnissen orientiert."