Münster: Besetzung gefährdet Ausstellung zum ‚Generalplan Ost‘

Münster/Ausstellung. Der Dekan des Fachbereichs Geschichte/Philosophie der Universität Münster, Prof. Dr. Martin Kintzinger, hat am heutigen Freitag die Besetzer des Hörsaals F 1 im Fürstenberghaus darüber infomiert, dass am Donnerstag, den 26. November, die Eröffnung der Ausstellung "Wissenschaft, Planung, Vertreibung – Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten" im Fürstenberghaus geplant ist.

Münster: Besetzung gefährdet Ausstellung / Dekan Kintzinger: Aufbau derzeit nicht möglich

Ursprünglich wollte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) als Initiator der Ausstellung am heutigen Freitag mit dem Aufbau beginnen – dies war jedoch aufgrund der Besetzung nicht möglich, heßt es in einer Pressemitteilung der WWU.

Die national wie international viel beachtete Wander-Ausstellung beleuchtet ein dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte. Der Generalplan Ost sah vor, innerhalb von 25 Jahren fast fünf Millionen Deutsche im annektierten Polen und im Westteil der zu erobernden Sowjetunion anzusiedeln. Millionen slawischer und jüdischer Bewohnern dieser Region sollten versklavt, vertrieben und ermordet werden.
Prof. Kintzinger wies die Besetzer darauf hin, dass das gesamte Gebäude für die Ausstellung benötigt wird. Zudem sei es zwingend notwendig, das Fürstenberghaus mit Beginn des Aufbaus der Ausstellung sowohl tagsüber als auch nachts zu sichern beziehungsweise zu schließen. Diese Einschätzung teilen auch das Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Kurator der Ausstellung. Prof. Kintzinger unterstrich die Gefahr, dass im Falle einer weiter andauernden Besetzung die Ausstellung abgesagt werden muss.

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