Modellprojekt in Münster? Auf Details kommt es an

Teilen heißt kümmern!

(agh). In Nordrhein-Westfalen sollen Kommunen Modellprojekte mit kontrollierter Öffnung durchführen dürfen – das weckt bei vielen unter Gefühle: endlich wird Kommunen differenzierteres Vorgehen ermöglicht!

Zu traurig wäre es, würden die damit verbundenen Hoffnungen enttäuscht. So ist es nur vernünftig, eine negative Einschätzung solcher Modellprojekte zur Kenntnis zu nehmen. Wer hat eine solche geäußert – Karl Lauterbach. Seine Ansichten muss man schon ernst nehmen, er hat bisher zu oft Recht behalten.

„Dass jetzt immer mehr versuchen, unter dem Deckmantel eines Modellprojekts Öffnungen zu beschließen, wird das exponentielle Wachstum vorantreiben. Wir laufen daher ganz systematisch auf eine Überforderung der Intensivkapazitäten zu“, sagte Lauterbach dem Magazin „Stern“. https://www.stern.de/p/plus/politik/karl-lauterbach—es-wird-noch-eine-zeitlang-gut-gehen–dann-kommt-der-harte-lockdown–30453578.html

„Die Modellversuche finde ich sehr problematisch. Sie sind ein Feigenblatt …“, so Lauterbach im Gespräch mit einem RTL-Reporter. Man müsse über die „Notbremse“ hinausgehen und zu   Ausgangssperren greifen – ab 20 Uhr. „Ich glaube wir müssen die Notbremse überall konsequent ziehen. Wir müssen von Modellprojekten Abstand nehmen; das ist jetzt nicht der Zeitraum.“

Zweimal wöchentlich müssen in Betrieben und Schulen getestet werden. Tests in Betrieben zur Pflicht zu machen, dass hat die Union bisher nicht gewollt.

Sind die Ideen für Modellregionen alle oder so ähnlich, dass man überall ähnliche Schäden erwarten muss? Hier kommt es auf die jeweilige Konstellation an. Auf die Welt zu achten sein, auch in Münster. Dort strebt Bürgermeisterlehre ebenfalls ein Modellprojekt an.