Mix-Getränk-Analyse & Molekülscheren: Gymnasium Wolbeck mit guter Preis-Ausbeute bei Jugend forsch

Münster-Wolbeck. Besonders die starke Teilnahme der Fünftklässler habe sie gefreut, sagte Schulleiterin Edith Verweyen-Hackmann am Freitagmorgen im Wolbecker Gymnasium. Sie hatte alle 28 Teilnehmer am Regionalwettbewerb 2007 von Jugend forscht zusammengerufen, um sie zu würdigen.

Jugend forscht-Teilnehmer des Gymnasiums WolbeckSie kommen aus den Klassen 5 bis 12 und haben auch in diesem Jahr einige Preise und Sonderpreise eingeheimst.Die Vielfalt der Themen ist groß: Mikrogekapseltes Paraffin könnte eines Tages Bauklima und Energiesparen fördern, eine Mikrowelle durfte sich als Molekül-Schere beweisen. Andere Schüler spürten dem Geheimnis der „Wasserbelebung“ nach, verglichen Koffeinlieferanten und untersuchten den Schutz, den Brillen und Cremes vor UV-Strahlen bieten. Schon im Einsatz ist ein die Geräuschentfaltung der Schüler anzeigendes „Ohr“. Und vielleicht wird eines Tages auch der Wunsch Wirklichkeit, einen Schnelltest für den Alkohol-Gehalt in Mix-Getränken zu entwickeln. Benedikt Decker bekam für seine Forschung einen Bioanalytik-Preis, aber der Durchbruch gelang auch ihm nicht bei diesem Projekt, das Chemielehrer Dr. Franz Kappenberg schon seit zehn Jahren umtreibt. Er ist seit 1979 bei Jugend forscht aktiv. Den Regionalwettbewerb Münster gibt es erst seit 1986, Resultat der starken Beiträge aus Münster.Der Dank von Verweyen-Hackmann und auch vieler Schüler galt auch den Betreuungslehrern Dr. Franz Kappenberg, Dr. Carsten Penz, dem neuen Lehrer Dr. Bernd Dressel und dem ehemaligen Referendar Alexander Stokowy sowie den an der Jury beteiligten Lehrern Heinz-Werner Oberholz und Dorle Hermes. Geforscht wird außerhalb der Schulzeit.

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Kappenberg hob das Engagement von Penz hervor. Penz hatte die Betreuung der Experimente und schriftlichen Arbeiten fortgesetzt, nachdem er schon zum Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium gewechselt war. Eines der von ihm betreuten Projekte, durchgeführt von Fabian Winckler, Fabian Schreiber und Sebastian Igelmann, gewann auch einen ersten Preis.

Noch mehr Plätze als die Wolbecker (8) sammelte das Schlaun-Gymnasium (13), St. Mauritz (3) lag nur dank zweier Erstplatzierungen vor Wolbeck.

Nicht vertreten war in diesem Jahr die Physik. Für das Fach konnte keine ausreichende Stundenzahl bewilligt werden. Verweyen-Hackmann hofft, dass man im nächsten Jahr auch hier wieder dabei ist. Das Gymnasium Wolbeck ist Mitglied im „MINT-EC“, dem „Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V.“. Im November  war es für drei weitere Jahre zertifiziert worden.