Mit vielerlei Klang durch die Stille wandern

Mit vielerlei Klang durch die Stille wandern
Akampita Steiner konzertiert in St. Bernhard. In einem der Stücke im Konzert von Akampita Steiner (l.) wirkte Kantor Arne Tigges am Kontrabass mit.

Münster-Angelmodde. Ein meditatives Konzert beschloss am Sonntag in St. Bernhard das Pfarrfest. „Mein Herz durch die Stille tragen“ lautete das Motto, das eine Art Einladung an die Zuhörer zu sein scheint.
Dazu nutzt Akampita Steiner aus Osnabrück zum einen und zu allererst den Raum. Sie schreitet vom Eingang her zum Altarraum, die Bassflöte an den Lippen; der meditative Akzent ist gesetzt. Mehrfach wird sie den Klang und ihre Texte zwischen die Reihen tragen. Über vierzig Interessierte haben sich an diesem Sonntagnachmittag zusammengefunden, zum musikalischen Schlussakt des Pfarrfestes von St. Bernhard.
Eigentlich ist Steiner Sängerin und Gitarristin. Als Sängerin kann sie Obertöne wie außerweltlichen Klang einbinden. Doch sie erweitert ihre Möglichkeiten des Ausdrucks mit vielerlei Instrumenten: die große Bassflöte, die kleine Shruti, die kleine Sopranino-Flöte erklingt himmelhoch. Hinzu kommen Zweirohrflöte und schließlich das Monochord. So lässt sich auch Arne Tigges Kontrabass in ein Werk einbinden. Das stark Instrumentale findet einen Grund in den Unzulänglichkeiten des Wortes, die Steiner so ausdrückt: „Sprache schafft Irrtum, genau wie sie Klarheit schafft.“
Ein Text in „Mein Herz durch die Stille tragen“ stammt von Rilke, alles Weitere von Steiner. Und sie erfindet auch Sprache: In „Omnia“ singt sie, wie Amerikas Ureinwohner gesungen haben könnten.

 

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