Mit „Lebensplan Arzt“ Bedingungen in Kliniken und Praxen ändern

Münster. 3000 Ärztinnen und Ärzte kehrten 2013 der Patientenversorgung in Deutschland den Rücken, so Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Das gefährde die Versorgungen der Patienten. Der  Ärztetag am kommenden Freitag im Ärztehaus Münster steht daher unter dem Motto „Lebensplan Arzt“.

Die Arbeitsbedingungen in Kliniken und Praxen müssten für die junge Ärzte-Generation anders gestaltet werden. Die habe eigene Erwartungen: Flexible Arbeitszeiten, Angebote der Kinderbetreuung, konkrete berufliche Perspektiven, eine Organisation, die die Konzentration auf ärztliche Aufgaben ermöglicht. „Das ist ihnen übrigens oft wichtiger als eine bessere Bezahlung“, so Windhorst in einer Pressemitteilung der Kammer vom 11. Juni 2014.

Plakativ formuliert sei ihr Berufsethos: Zu 100 Prozent Arzt sein, aber nur für acht Stunden am Tag. „Ein ausgeruhter Arzt ist der beste Patientenschutz.“

Dem müssten sich auch die Leitungen der Kliniken stellen: Die nachrückenden Kollegen „haben die Marktmacht“, so Windhorst. Allerdings sei der Arzt-Beruf kein „Wünsch-Dir-Was“. Ärzte müssten alle Zeiten und die Fläche abdecken, „auch nachts, auch im Bereitschaftsdienst, in der Notfallversorgung, in und außerhalb der Klinik.“

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