Mit Geist und Verschwörung ran an den Bauern Niederdeutsche Bühne der KG Pängelanton führt in St. Ida-Gemeindezentrum "De Radikalkur" auf

Mit Geist und Verschwörung ran an den Bauern Niederdeutsche Bühne der KG Pängelanton führt in St. Ida-Gemeindezentrum "De Radikalkur" auf
Das Ensemble von „De Radikalkur“ mit teils seltsamen Accessoires: Petra Boyes, Gaby Schniggendiller, Detlev Simon, Souffleuse Rosi Berg, Helga Schoppmeier, Inge Bäumer und Günther Richter. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Gremmendorf. Die Probe läuft im Container des Pängelanton-Museums; gerade fragt der Bauer die neue Magd aus: Im November starten die Schauspieler  der Niederdeutschen Heimatbühne die Aufführungen der Komödie „De Radikalkur“ von Max König.
Vieles ist neu, wenn die Sechs  mit  vielen Helfern in die Fußstapfen der Vorgänger treten, die 1932 mit dem Theaterspielen begannen und jetzt das 74. Stück aufführen.
Neu ist natürlich das Stück, in dem nicht nur eine Pferdehändlerin undurchsichtige Ziele bei Bauer Piäpper verfolgt; eine Verschwörung und ein Geist sollen helfen.
Neu ist der Spielort: Erstmals spielt das Ensemble im Saal des Gemeindezentrums von St. Ida. Der Bühne von Haus Heuckmann war für zwei Jahre die im „Friedenskrug“ gefolgt, die sich als ungünstig erwies. Nun ist die KG Pängelanton der Gemeinde St. Nikolaus-Münster dankbar für den neuen Spielort, der mehr Raum bietet. Die Restauration übernehmen Helfer der Pängelantöner. Über die Kirchengemeinden gibt es Karten für eine Sonderaufführung für Senioren.

Neu sind auch zwei der Darstellerinnen. Inge Bäumer und Petra Boyes gesellen sich zu Günther Richter, selbst erst zum zweiten Mal dabei, und zu Gaby Schniggendiller, Leiterin und Regisseurin, Helga Schoppmeier und dem seit 1974 mitspielenden Detlev Simon.
„Ich finde es wichtig, dass die Tradition lebendig bleibt, dass der Dialekt nicht verloren geht“, sagt Bäumer, für die Platt neu ist. Theater gespielt habe sie schon bei den Alexianern, auch eine Fortbildung mitgemacht. Hier sei sie dabei „aus Spaß an der Freud’“. Boyse ist das Plattdeutsche vertraut, wenn auch das aus dem Sauerland: über Eltern und Großeltern, ihre Kollegen aus dem Gartenbau: „Man hat das im Ohr.“ Theater spiele sie zum ersten Mal; da werde sie wohl Lampenfieber haben. „Das haben alle“, sagt Schniggendiller.

Die öffentlichen Aufführungen beginnen am 6. November. Plakate, der Internet-Auftritt paengelanton.de und die reich bebilderte Broschüre der KG bieten Details. Karten gibt es im Gremmendorfer Reisebüro und im „Friedenskrug“.
Etwa 30 Proben haben sie seit dem 8. Juni hinter sich, Lese-Proben der 81 Seiten Münsterländer Platt von Rainer Schepper eingeschlossen – etwa zehn Proben sollen hinzukommen. Und die Bühne muss Günter Hülsemann mit seinen Helfern noch zimmern. Da mussten sie investieren, sagt der Pressesprecher, Hans Klein, der wie alle auf viele Besucher hofft.

www.paengelanton.de

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