Mit Dieter Sieger durch die Welt von Design und Kunst

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Ein Dankeschön für einen lebhaften Erfahrungsbericht von Dieter und Fransje Sieger überreichte Magdalena Fuest-Wenner, stellvertretende Vorsitzende der Ortsunion Angelmodde. Foto: A. Hasenkamp.

Münster-Angelmodde. Mal etwas nicht Politisches bieten wollte die CDU-Ortsunion Angelmodde zu ihrem Neujahrsempfang. Aus einem Leben mit Architektur, Design und Kunst berichtete lebhaft und mit vielen Bildern Dieter Sieger. Dabei habe er immer mit seiner Frau Fransje uusammengearbeitet: „Sie könnte den Vortrag genauso halten wie ich.“
Der 1938 geborene Sieger studierte nach dem Fachabitur Bauingenieurwesen, verdiente sich mit Aquarellen sein Studium, machte eine Maurerlehre. Sein erstes Projekt als Architekt war eine Kapelle bei Lingen. Dann lernte er in Amsterdam einige kennen, die auch in England und Frankreich schon bewandert war, sie heirateten 1964 und „wir haben bauten direkt zusammen ein Haus gebaut“, in Albachten. Dort machte er sich selbstständig, entwarf komfortable Häuser, weckte zusammen mit dem Künstler Günter Tollmann Interesse an seinem Musterhaus, das sich gut verkaufte. Er entwarf Atriumhäuser auf 300 Quadratmetern Grundstück, mit Einflüssen aus dem Nachbarland: Anführungszeichen die Holländer sind die führenden Architekten in Europa.“ Erste Aufträge aus dem Ausland kamen, zum Beispiel für ein Haus mit 4000 m² Wohnfläche in Amman.

Architektur, Schiffsbau und Baddesign – Stationen und Zufälle des Dieter Sieger

Der Zufall verschlug in den Schiffsbau, „wovon ich eigentlich überhaupt keine Ahnung hatte. In meinem Leben hat es viele Zufälle gegeben.“ Auch hier hatte er Erfolg, entwarf unter anderem den Innenausbau für immer größere Segel- und Motoryachten, auch für den Sultan von Brunei. Zunehmend für Kunden, die ihn mit ihrem Jet abholen ließen; Geld spielte keine Rolle mehr. Die kreative Leistung Siegers bestach auch Unternehmer anderer Branchen, von der Profi-Kaffeemaschine bis zum ganzen Baddesign entwarf er. Zwischendurch erlernte er den Gipsguss: „Sie müssen das hautnah erfahren, sonst können Sie solche Dinge nicht entwerfen.“ Dass er mit seinem inzwischen angewachsenen Büro einen repräsentativen Sitz brauche, das legte ihm Karl Lagerfeld nahe: Die Siegers suchten in halb Europa, sie fanden Schloss Harkotten, lange Firmensitz von „design sieger“. Den Siegers gelang es, beide Söhne in ihr Unternehmen zu bringen, das ließ ihnen mehr Zeit für Ihr Interesse an Kunst.
Herzlichen Applaus erntete Sieger am Freitagabend im Pfarrzentrum am Kirchort Sankt Bernhard von den etwa 50 Gästen. Nach dieser ästhetisch-unternehmerischen Betrachtung wird es für die Ortsunionen in Südost ab Anfang April politisch. Am 4. April spricht der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Nacke über demokratische Kultur in Europa und das „Ende der Selbstverständlichkeiten“; hier soll es gehen um die Förderung demokratischer Prozesse und Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger.

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