Mensch und Ebenbild Gottes: Dr. Martina Bär bekommt Maria-Kassel-Preis

Wie kann philosophisch das Menschsein von Mann und Frau begründet werden, so dass Würde und Gleichheit der Geschlechter gewahrt sind? Mit dieser Frage beschäftigt sich Dr. Martina Bär in ihrer Dissertation „Mensch und Ebenbild Gottes sein. Zur gottebenbildlichen Dimension von Mann und Frau“. Für ihre Arbeit erhält die wissenschaftliche Assistentin an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt am 27. Mai um 11.15 Uhr im Senatssaal des Schlosses den Maria-Kassel-Preis 2011 der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Alle zwei Jahre vergibt die Hochschule seit 2003 die Auszeichnung an exzellente Nachwuchswissenschaftler in der Theologie für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten oder Arbeitsanteile in tiefenpsychologischer Bibelexegese sowie in praktischer Theologie mit tiefenpsychologischem Schwerpunkt.

Der mit 1000 Euro dotierte Preis soll die Erforschung der Symbolik religiöser Überlieferungen und ihre Praxis fördern. Die Arbeiten sollen eine feministische Perspektive enthalten. Gestiftet wurde der Preis von Maria Kassel. Sie arbeitete von 1964 bis 1992 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der WWU als Studienprofessorin. In Forschung und Lehre beschäftigte sie sich vor allem mit der  „Tiefenpsychologisch-Feministischen Bibelexegese, deren theologischer Hermeneutik und Vermittlung an die Basis“.

Martina Bär ist 34 Jahre alt und stammt aus Wangen im Allgäu. Sie hat in Tübingen Theologie studiert, bevor sie 2004 an die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt kam. Seit dem Wintersemester 2010/11 arbeitet sie an ihrer Habilitation bei Prof. Dr. Claus-Peter März am Lehrstuhl Exegese und Theologie des Neuen Testaments.

Die Laudatio auf Dr. Bär hält Prof. Dr. Judith Könemann.

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