Mehr Studienanfänger an der Universität Münster

5.630 Studienanfänger zählt die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) zum Wintersemester 2011/12. Das sind knapp 20 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt studieren damit nach vorläufigen Angaben inklusive der Gast- und Zweithörer etwa 39.000 junge Menschen an der münsterschen Universität – fünf Prozent mehr als vor einem Jahr, als die Zahl noch bei 37.200 lag. Die WWU liegt mit diesem Zuwachs in Nordrhein-Westfalen (NRW) im Trend. Sie ist weiterhin die zweitgrößte Universität des Landes.

Studienplätze stärker nachgefragt  – die Ursachen

Die Gründe für die gestiegene Nachfrage nach Studienplätzen sieht Dr. Marianne Ravenstein, Prorektorin für Lehre, Studienreform und studentische Angelegenheiten der WWU, unter anderem darin, dass im benachbarten Niedersachsen wegen der Verkürzung der Gymnasialzeit zwei Jahrgänge gleichzeitig die Schullaufbahn beendet haben (“Doppelte Abiturjahrgänge”) und dass die Wehrpflicht ausgesetzt wurde: “Wir haben uns bereits seit Mitte 2008 auf diese Situation vorbereitet und mit Hilfe von Bund und Land im Rahmen des sogenannten Hochschulpaktes unsere Studienkapazitäten gezielt ausgebaut”, erläutert sie. “Deshalb sind wir froh, dass wir diese hohe Zahl an Studienanfängern aufnehmen und dabei gewährleisten können, dass die Studienbedingungen für die Studierenden in Münster unverändert gut sind.” Konkret hat die WWU ihre dem Land gegebenen Zusagen zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze fast um hundert Prozent übererfüllt.

Geforderter Notendurchschnitt  konstant

Der Notendurchschnitt, der erforderlich ist, um zu besonders nachgefragten Fächern zugelassen zu werden, konnte bei dieser Ausweitung der Studienplätze ungefähr auf Vorjahresniveau gehalten werden. Besonders stark nachgefragt waren zum Wintersemester erneut die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Psychologie, Jura, Grundschul-Lehramt und Kommunikationswissenschaft. Allein in Psychologie hatte es 6335 Bewerbungen auf 120 Studienplätze gegeben. Nur wer eine Abiturnote von 1,2 oder besser hatte, kam hier zum Zug. Für Rechtswissenschaften und Betriebswissenschaften reichte jeweils ein Abi-Notendurchschnitt von 1,8. Doch es gab auch zulassungsfreie Fächer, für die kein bestimmter Notendurchschnitt erforderlich war, etwa Physik, Mathematik und die Theologien.

Ausblick auf 2012 und 2013

In den kommenden Jahren werden die Studierendenzahlen an den nordrhein-westfälischen Hochschulen weiter steigen. Wenn 2013 die doppelten Abiturjahrgänge aus NRW an die Hochschulen strömen, wird die Spitze erreicht. Die Universität Münster bereitet sich hierauf mit einem breiten Bündel an Maßnahmen vor, um den weiter steigenden Bewerberzahlen in den kommenden Jahren gerecht werden zu können. Insgesamt wird sie von 2011 bis 2015 knapp 3.300 zusätzliche Plätze für Studienanfänger schaffen. Parallel wird zusätzliches Lehrpersonal eingestellt – beispielsweise durch die vorzeitige Nachbesetzung von Professuren, so dass Vorgänger und Nachfolger ein paar Jahre parallel an der WWU unterrichten. Das Raumangebot der WWU wird angesichts der Doppelten Abiturjahrgänge durch eine verbesserte Raumauslastung und die Schaffung zusätzlicher Veranstaltungsräume an der WWU optimiert. Teilweise werden Gebäude, für die es mittlerweile Ersatzbauten gibt, später aufgegeben als ursprünglich geplant. Der lange Jahre aus Sicherheitsgründen gesperrte Hörsaal S10 im Schlossgebäude mit 300 Plätzen wurde schon in diesem Jahr nach einer Grundsanierung wieder in Betrieb genommen.

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