Mehr Mitglieder: Älteste Bruderschaft Wolbecks will in die Offensive

Teilen heißt kümmern!

Offizierscorps der Nikolai-Bruderschaft im April 2008Münster-Wolbeck. Kostendruck und spärlicher Nachwuchs prägten auch diese Generalversammlung. Aber die Nikolai-Brüder sind für Überraschungen gut.

Wieder einmal diskutierten sie am Sonntag die Optionen von A bis C, von Reduzierung über teilweise Zusammenarbeit mit der Achatius-Bruderschaft bis zum Zusammenschluss. Willi Osthues trug den etwa 40 anwesenden Nikolai-Brüdern und dem Offizierscorps der Achatius-Bruderschaft  den Zwischenbericht des gemeinsamen Ausschusses der Bruderschaften vor.
Und wieder einmal diskutierten die Brüder bei ihrer Generalversammlung Dietmar Plenters Antrag auf Senkung der Zahl der „Krähen“.
Aber dann leitete König Volker Böckmann eine thematische Wende ein: Man solle nicht nur überlegen, wo man auf Schrumpfen mit Schrumpfen reagieren könne, sondern in die Offensive gehen und neue Mitglieder werben. Das verfing prächtig: Zwar würden die Bäume nicht in den Himmel wachsen – die Freizeit-Konkurrenz aus Münster ist groß, das weiß man. Aber man hat anderes zu bieten. Eben auch die Freude an dieser besonderen Gruppe. Die ist recht lebendig, zeigte sich: Im Nu war ein Ausschuss „Neumitglieder“ zusammen: Timo Schmidt, Volker Böckmann, Christoph Kunze, Christoph Langkamp, Oscar Lass, Klaus Mindrup, Oliver Ringbeck und Philipp Wenzel.
Man müsse aber die eigenen Mitglieder besser aktivieren, hieß es. Dabei erkannte das Offizierscorps dankend an, das einige nicht mehr aktive Brüder ihre Bruderschaft noch mit ihren Beiträgen unterstützen.
Denn allerhand Ausgaben fallen immer wieder an, auch wenn es nicht immer die großen Brocken wie der Beitrag zur neuen Schießanlage, Schärpen und andere erneuerte Kleidungsstücke sind. Und das Festzelt muss voll werden.  Rainer Schulz, Vorgänger des jetzigen 1. Scheffers Carsten Markfort, ließ in seinem Protokoll ein ereignisreiches Jahr Revue passieren. Das erinnerte viele an fröhliche Stunden des Feierns. Schulz wurde entlastet.
Die Zahl der „Krähen“ wird nun wieder nicht gesenkt – das Votum war überwältigend.
Fest steht auch, dass die Nikolai-Brüder auch 2009 ihr Schützenfest feiern wollen. Den großen Erfolg vom „Tanz in den Mai“ wollen die Brüder 2009 gern wiederholen. Einstweilen fehlt noch ein geeigneter Ort nahe dem Ortskern, in dem sich die Bruderschaft im 16. Jahrhundert gründete.

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