Mehr Komfort für Radfahrer am Albersloher Weg

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Zuletzt aktualisiert 2. Mai 2016 (zuerst 3. Februar 2009).

Münster. „Die Radfahrer waren jetzt wirklich dran“, unterstreicht Ulrich Zelke vom städtischen Tiefbauamt. Mit anspruchsvoller Technik und nach einer Reihe von Feldversuchen hat das Tiefbauamt die Wartezeit für Radler an der Querung am Willy-Brandt-Weg von etwa 60 Sekunden auf teils unter 30 Sekunden gedrückt. Wer von Gremmendorf aus in die Stadt fährt, kommt jetzt zügiger ans Ziel.

Induktionsschleifen im Radweg / Tiefbauamt verkürzt Wartezeiten am Willy-Brandt-Weg auf die Hälfte

„Für die Autofahrer haben wir mit der adaptiven Ampelsteuerung am Albersloher Weg sehr viel verbessert. Aber viele, die mit dem Rad unterwegs waren, waren noch sehr unzufrieden“, weiß Zelke. Dass sich für Radler nicht so einfach Grüne Wellen schaffen lassen, ist ein bekanntes Phänomen. Zu unterschiedlich sind die Geschwindigkeiten, die Mann oder Frau auf dem Zweirad erreichen. Die Ampel am Willy-Brandt-Weg, an dem der stadteinwärtige Verkehr von der linken auf die rechte Seite des Albersloher Weges wechselt, war allerdings für viele ein echtes Ärgernis.

Wo früher das Grün auf Tastendruck kam, hat das Tiefbauamt jetzt bereits 90 Meter vor der Ampel eine Induktionsschleife in den Radweg eingelassen. Technisch nicht ganz einfach: Zum einen darf die Anmeldung ja nur von Radlern aus Richtung Gremmendorf ausgelöst werden. Zum zweiten müssen die Induktionsschleifen auch auf die vielen Aluräder mit wenigen magnetischen Bauteilen reagieren können. „Jetzt funktioniert es gut“, freut sich Zelke, der die Technik ausgiebig getestet hat.

Regeltreue spart zwei Ampfeln: am Willy-Brandt-Weg die Straßenseite wechseln

Damit erhofft sich der Fachmann, dass in Zukunft mehr Radler tatsächlich am Willy-Brandt-Weg die Straßenseite wechseln, anstatt verbotswidrig stadteinwärts auf der Westseite des Albersloher Wegs weiterzuradeln. „Immerhin spart man zwei Ampeln am Baumarkt und bei Ratio“, schmunzelt Zelke.