Martina Pahl und Henk Plas spielten wieder in St. Clemens zum Ende der Orgelfestwochen

Münster-Hiltrup. Kräftig kann die Orgel sein und noch mehr: Davor warnte Henk Plas zu Beginn des letzten von drei Konzerten der Hiltruper Orgelfestwochen. Denn Max Reger lasse bei der „Introduktion“ „fast die ganze Orgel“ erklingen – „laut, sehr laut – viermal forte“.

Vor dem Finale mit Reger lagen am Sonntag in St. Clemens eine Stunde mit viel Abwechslung: Kunstvoll-Schwermütiges bei Johann Sebastian Bachs Praeludium und Fuge c-Moll für Orgel, gespielt von Plas, dann die  flügelleichte Sonate C-Dur nach Wq 149 von Carl Philipp Emanuel Bach. Kongenial kreisen Martina Pahls Querflöte und Plas' Pfeifen umeinander. Bei César Francks kleinem Cantabile FWV 36 durften die über hundert Hörer sich fragen, wie das Werk mit seinen dissonanten Aspekten und sphärischen Anklängen wohl bei seinem Erscheinen 1878 aufgenommen wurde. Als Solo-Instrument konnten die Hörer die Querflöte bei Toke Lund Christiansens „Ack, Värmeland, du sköna“ genießen, eine variantenreiche Liebeserklärung an die  schwedische Region Värmland. Werke von Floor Peters und Frank Martin rundeten das Konzert ab.

Plas und Pahl hatten schon mehrfach in St. Clemens gemeinsam konzertiert. Auf die Neuauflage hatten sich allem Anschein nach viele gefreut.In Alt St. Clemens spielt am 6. Februar ein Duo von Blockflöte und Cembalo „Ein Besuch in London im 18. Jahrhundert“ mit Werken von Händen u.a. (20 Uhr).

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