Markttransparenz auch nach CMA-Urteil sichern, fordert Frizen

Teilen heißt kümmern!

Johannes Frizen, Präsident des Verbandes der Landwirtschaftskammern und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, ist besorgt um die zukünftige Marktposition deutscher Agrarerzeugnisse. In einer ersten Stellungnahme nach Bekanntwerden des Bundesverfassungsgerichts-Urteils zum Absatzfondsgesetz erklärte Frizen, dass insbesondere die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP), deren Arbeit ebenso wie die der CMA bisher im Wesentlichen aus dem Absatzfonds finanziert wurde, einen wichtigen Beitrag zur Markttransparenz leiste.

Landwirte wie Verbraucher profitierten von der ZMP, die regelmäßig aktuelle Preise zu allen wichtigen Agrarprodukten veröffentliche. Markttransparenz sei, ebenso wie die bisher von der CMA betriebene Exportförderung, ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg.

Frizen hält es für notwendig, zunächst die Begründungen des Bundesverfassungsgerichtes gründlich zu prüfen. Er sehe nach wie vor die Notwendigkeit, Markttransparenz für Erzeuger und Verbraucher herzustellen. Man müsse jetzt die Chance nutzen, Marktberichterstattung und Absatzförderung auf ein zukunftsfähiges Finanzierungsmodell umzustellen. Er sieht die Wirtschaftsverbände und den Gesetzgeber in der Verantwortung, schnell für CMA und ZMP eine Perspektive für die zukünftige Arbeit aufzuzeigen.

Der Verband der Landwirtschaftskammern vertritt die Interessen der Landwirtschaftskammern auf Bundesebene, gibt fachliche Stellungnahmen ab und ist die neutrale Plattform für die Koordinierung der Zusammenarbeit der Landwirtschaftskammern, Länderagrarverwaltungen und berufsständisch getragenen Beratungsdienste in Deutschland. Der Verband der Landwirtschaftskammern koordiniert und moderiert rund 40 Fachgremien aus nahezu allen Bereichen der Landwirtschaft und des Gartenbaus. Unsere Themenfelder sind: Bildung, Beratung, Versuchswesen, Förderung, Analysen und Agrarverwaltung.