Lichternacht mit viel Verkehr in Wolbeck

Lichternacht mit viel Verkehr in Wolbeck
Am Stand des A.K.T. mit dem Kunstkalender 2022. Foto: A. Hasenkamp.

Teilen heißt kümmern!

Münster-Wolbeck (agh). Anders präsentierte sich die Wolbecker Lichternacht, für manche mit einigen Überraschungen der unangenehmen Art. Auf spezielle Weise „angehübscht“ waren an mehreren Stellen die Bürgersteige – die Absperr-Baken der just beendeten Baustelle auf der Straße waren auf die Bürgersteige gewandert. So wurde der verbliebene Platz auf den Bürgersteigen noch einmal farbenfroh mit rot-weiß aufgewertet für die Scharen von Fußgängern und die zahlreichen Nutzer von Kinderwagen und Rollatoren, während PKW und Busse wieder die von Zebrastreifen unbefleckte Straße nutzen konnten – unangenehm insbesondere für Eltern. Anlass für viele, später in den Sozialen Medien Änderungen zu fordern. Trotzdem war die Aktion des Gewerbevereins ein offensichtlich willkommener Anlass zu vielerlei Treffen und Wiedersehen.


Besonders viele Kinder sammelten sich gegen 16 Uhr vor der Gaststätte Sültemeyer. Dort würdigte eine Jury die von den Kitas und Grundschulen geschmückten Tannenbäume.

Das meiste fand an der frischen Luft statt. Der ÖWK hatte ein paar guten Zelt zum Verweilen eingerichtet, verkaufte in einer Bude Glühwein und Waffeln – viermal musste Teig von den Helfern nachgeliefert werden, berichtete Norbert Runtenberg. Zwischen den beiden Zelten spielte DJ Lenny López moderne, junge Musik. Gleich um die Ecke war auch im Geschäft mit italienischen Spezialitäten viel Betrieb, daneben konnte man in kleiner Zahl dazu werfen – und ein roter Teppich führte über die Straße zum Hauptsitz der AWO Wolbeck: Hier gab es neben allerlei Handwerkskunst auch zwei Suppen zur Wahl, gegen eine Spende. Weitere Gelegenheit zum Einkaufen gab es bei Sültemeyer. Da spielte bei mildem November-Wetter ein Gitarrist, unter dem Vordach gab es u.a. Apfel-Zimt-Likör vom Eventteam Wolbeck zugunsten der Kinderkrebshilfe Münster und den Kunstkalender des A.K.T.
Den starken Andrang erklärte sich Marlene Benter-Camen vor dem AWO-Treff so: „Die Leute haben Angst, dass in 14 Tagen gar nichts mehr ist.“

Mancher Ort war eine Premiere. Eine Familie nutzte eine Garage in der Neustraße, Scharen zog es auch auf die im Grunde eher abseits gelegene Tenne neben der „Kiepe“ zu Handwerkskunst rund um Holz.
Ein Lichtermeer ganz aus Kerzen-Flammen – das und der Geruch von Weihrauch prägte die Stille in der Kirche Sankt Nikolaus. Auch eine Bruderschafts-Fahne hin seitlich des Altars – die Achatius- und Nikolaibruderschaft beging das Christkönigsfest mit einer Messe.

Nicht sehr viele Geschäfte hatten geöffnet – das hatten etliche Besucher anders erwartet. „Da ist ja gar nichts beim Alex – die haben so schöne Kerzen …“ Gern hätten viele die Wolbecker Weihnachtskugeln beim „Kleinen Bilderladen“ erstanden, doch der war ebenso geschlossen. Und die Kugeln bislang nur vorbestellbar. Geöffnet war dafür „Gold + Silber“, die Buchhandlung, „Wolle im Glück“, auch der Hunter-Laden an der Ecke Von-Holte- und Hiltruper Straße, wo man sich an einer Feuerschale wärmen konnte. Die Wunschzettel der Flüchtlingskinder waren am späten Nachmittag vergriffen, konnte Diakon Ralf Bisselik von der Flüchtlingshilfe Münster-Südost mitteilen.
„Vielen Dank für die Mühe!“, sagt ein älterer Herr zu Schapmann. Die hielt am Stand des Gewerbevereins aus und organisierte mit Kai Koblitz noch die allerletzten Lichter für interessierte Kinder.