Licht-Momente mit dem Blasorchester Everswinkel in St. Magnus

11. Dezember 2022 Aus Von Andreas Hasenkamp

Zuletzt aktualisiert 13. Dezember 2022 (zuerst 11. Dezember 2022).

Konzert knüpft an Erfolg von 2018 an

Everswinkel. Die Erinnerung an das letzte Konzert des BOE in St. Magnus, im Jahre 2018, war anscheinend noch lebendig – am Sonntagnachmittag strömten die Menschen in die Kirche, bis im Kirchenschiff auch Stühle besetzt und die Wände hinten mit stehenden Menschen gefüllt waren, dazu auf der Empore auch die Boden-Sitzplätze. Die Besucher begleiteten auch gleich die etwa 60 Musiker auf ihrem Weg vor, neben und hinter dem Altar mit Applaus. Erstmals seit 2018 seien sie wieder „in unserer schönen Kirche St. Magnus“, so der Vorsitzende des BOE, Burkhart Serries; der Applaus gebe ihnen Rückhalt für das Konzertieren.

Raumfüllend spielen sie, in den tiefen wie auch den Höhen, dynamisch und dabei wohltemperiert, das zeigte sich gleich zu Beginn, später noch, dass sich auch das Leise, Zarte beherrschen. „Triumph of the Skies” als Ouvertüre zum klassischen Chorwerk „Hark! The Herald Angels Sing“, das von der Verkündung ovn Jesu Geburt handelt, klingt auch aus Bläser-Zungen freudig. Bereichernd war auch das Duett von Oboe und Trompete, gespielt von Svenja Beumers und Julian Theiselmann, im „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber. Zuvor hatte Beumers in einem Solo die Klangschönheit ihrer Oboe gezeigt, in „Gabriels Oboe“ von Ennio Morricone.

Das Schlagwerk trat besonders in einem modernen Werk hervor, „Imagasy“; emsig waren sechs Schlagzeuger mit den diversesten Geräten unterwegs, ganz andere Höreindrücke zu schaffen.  Anfänglich abstrakt und mit vielen Soli ausgestattet, sei das Werk eine Herausforderung, so Serries, „an diese Art von Musik haben wir uns noch nicht herangetraut“, mit Dirigent Thomas Beumers aber schon: „Das packen wir.“

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Pfarrer Pawel Czarnecki betonte, „Solidarität heißt Mitleiden“, und das Geschehen der Weihnachtsnacht, in der „das Christkind nackt und bloß“ in der Krippe liege. Er griff auch das Motto des Konzerts, Licht-Momente, auf. „Die Nacht fliegt vor dem Morgen“. Das Blasorchester sei „so ein Licht-Bringer“, „sie sorgen für Strahlen in den Augen der Nächsten“.

Das Publikum feierte sein Blasorchester mit viel Applaus. „Viel Engagement, viel Liebe, viel Mühe“ bescheinigte Serries Thomas Beumers. „Was du mit uns anstellst, Thomas, das ist schon klasse“. Er habe auch „unheimliche pädagogische Fähigkeiten“ angesichts der so unterschiedlichen Musiker, die „im Zaum zu halten“ habe.

Im reichen Programm war neben Guido Rennerts fröhlichem „Wir freuen uns auf Weihnachten“ auch etwas aus „Mary Poppins“.

Eine Ehrung gab es für einen Nicht-Musiker: Tim Viehfuß für die Illumination, den optischen Teil der Licht-Momente. Gut gefüllt war noch lange nach dem Konzert auch der Kirchplatz vor dem Glühwein-Stand – trotz Nieselregen.