„Lehrgruppe B zum Abschluss-Appell angetreten“ Ende für Feldwebel-Ausbildung in Handorf

Von und für Soldaten - das Feldwebel-Buch. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Handorf. „Lehrgruppe B zum Abschluss-Appell angetreten“ – 88 Absolventen würdigte ihr Kommandeur Oberstleutnant Klaus Arzbach am Donnerstag auf dem Ausbildungsplatz 1 der Lützow-Kaserne Münster-Handorf im Beisein militärischer und ziviler Gäste. Es war das letzte Mal. Seit dem 1. Oktober 2003 liefen hier in der Unteroffiziersschule des Heeres Lehrgruppe B die je zehnwöchigen Feldwebel-Lehrgänge Allgemein Militärischer Teil; Ende Juni ist Schluss. Diese Lehrgänge gibt es dann nur noch am Standort Delitzsch, der auch Sitz des Schulstabs ist. Die Lehrgruppe wurde von ihrem Auftrag entbunden. Über 11.000 Lehrgangs-Teilnehmer verzeichnete die Lehrgruppe B. Die Ausbildung ist obligatorisch. Feldwebel sollen „ihnen anvertraute Soldaten ausbilden, erziehen und führen“, wie es in einem Bundeswehr-Papier heißt. Zum Feldwebel-Lehrgang gehört in Münster die Ausbildung im Gefechtsdienst als militärische Führer mit praktischer Gefechtsausbildung auf den Übungsplätzen Handorf und Dorbaum, dazu rechtliche Grundlagen vom Befehlsrecht über Humanitäres Völkerrecht und Vorgesetztenverordnung und die Schießausbildung. Hier geht es um die Fähigkeit, Schießvorhaben zu planen, zu leiten und Sicherheitsaufgaben wahrzunehmen. Der Sprachlehrgang Englisch findet bereits seit 2014 Jahren am Standort Delitzsch statt.
Besonders gewürdigt sahen sich die drei besten Lehrgangs-Teilnehmer der Standorte – alle drei aus der Lützow-Kaserne.

Dafür gab es neben Schulterklopfen, einem „Bleiben Sie bescheiden“ von allen den Gruß der Panzergrenadiere, ein dreifaches „Ran, Drauf, Drüber“.
Mehr Platz wird es nicht geben in der Lützow-Kaserne. Involviert in die Ausbildung sind etwa 100 Personen. Es sei nicht so, dass diese nach Delitzsch gingen, so Presseoffizier Hauptmann Daniel Grenzmann. Sie bleiben in Münster. Die Lützow-Kaserne beheimatet viele Dienststellen der fünf Truppengattungen vom Heer bis zur Streitkräftebasis und dem Sanitätsdienst. So war beim Appell neben zwei Maschinengewehren und acht Sturmgewehren auch die eine oder andere Uniform der Marine zu sehen.

Bis Ende 2017 zieht das Stabsunterstützungs-Batallion des Deutsch-Niederländischen Corps aus der Blücher-Kaserne in die Lützow-Kaserne, unter ihnen Logistiker. Und das seien mindestens so viele wie durch das Ende der Lehrgruppe B wegfallen, schätzt Grenzmann.

Der Beschluss zur Zentralisierung in Delitzsch reiche noch weiter zurück als der für die Neuausrichtung „Heer 2011“, sagt Schulkommandeur Oberst Peer Luthmer. Die Zentralisierung der Unteroffiziersschule ist einer der letzten Schritte der Umsetzung der Neuausrichtung. Der Anteil der Frauen liege in der Unteroffiziers-Ausbildung bei sieben bis acht Prozent.
Beim Empfang im Saal des Offiziersheims betonte Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek vor den Gästen, darunter Dr. Manfred Wilde, Oberbürgermeister der Stadt Delitzsch,
und Vertreter der beiden großen christlichen Kirchen, die gute Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Die Akzeptanz in Handorf sei hoch; die Kaufmannschaft profitiere.

Fotos verfügbar auf Anfrage

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