“Lasst das Lied atmen”: Teilnehmerinnen des Sing-Workshops beeindrucken Bea Nyga

Münster-Wolbeck. “Hattet ihr den Eindruck, dass ihr sicher ward?“ fragt Bea Nyga in die Runde der gut 40 Teilnehmerinnen ihres Sing-Workshops. „Ich hatte den Eindruck.“ An diesem Samstag im Pfarrheim von St. Nikolaus Wolbeck hat Nyga leichtes Spiel.

Der große, lichte Raum lässt den Gesang zum Tragen kommen, dass weiß sie zu schätzen. Auch das Klavier. „Sonst spiele ich nur auf dem elektronischen Keyboard.“

Aufnahmefähig für Mehrstimmiges

Sing-Workshop mit Bea Nyga „Kinder, seid ihr noch aufnahmefähig?“, fragt Nyga eine halbe Stunde vor der Mittagspause. Sie müssen, denn Mehrstimmiges zu üben hatten sie sich gewünscht. Das steht nun an: „In deinen Händen steht die Zeit“. Nyga singt vor, führt Takt für Takt durch das „Synkopen-Gedöns und so“. Und ist überrascht, wie schnell es funktioniert. „Man soll’s nicht glauben. Der Westfale als solcher!“ sagt Nyga lobend in einer Pause. Dabei muss sie die Westfälinnen kennen. Sie wuchs in Hiltrup auf, auch wenn sie seit 13 Jahren im Rheinland wohnt. „Ihr müsst einfach mehr Mut haben“, fordert sie lobend und mahnt das deutliche Sprechen an. „Lasst das Lied atmen“. „Da geht ein bisschen die Spannung raus“, sagt sie, macht es vor und schon stimmt es. Einmal parodiert sie einen Pop-Einschlag, der etwas aufgesetzt klinge. Zu ihrem Rezept gehört noch Lockerheit und viel Lachen, Witze und Dönekes, auch ein Erbe aus sechs Jahren bei der kfd. So geht es entspannt zu Werke, obwohl sie am gleichen Abend in der Messe singen werden.

Erinnerung an Pfarrer Franz Anstett

Auf dem Programm des Nachmittags steht noch „Als Israel aus Ägypten zog“ – nach einem Bibeltext vertont von Franz Anstett, dem früheren Pfarrer von St. Agatha in Angelmodde. „Bei ihm habe ich so viel gelernt“, erinnert sich Nyga. Das Gemischte an diesem Programm wissen die Sängerinnen zu schätzen. „Cuba – ich fahr so gern nach Cuba – und jetzt bist auch noch Du da“, komme noch, kündet Nyga an, auch ihre deutsche Fassung von „Girls, Girls, Girls“. Ungewollt passend, denn es nehmen nur Frauen teil, obwohl der Workshop offen für alle ist. Zwei Herren waren angemeldet, einer kam nicht, einer ging früh. So bleiben die gut vierzig Frauen unter sich. „Männerstimmen sind doch schöner“, meint eine noch bedauernd.

Informanten auch in Hiltrup

Die Teilnehmer kommen aus der weiteren Umgebung, denn über das Münsterland hat sich ein Netz von Informanten gespannt. „Ich kenne jemanden in Hiltrup – sie muss mir immer sofort Bescheid geben, wenn Bea Nyga in die Nähe kommt“, betont eine Frau aus Nienberge.

Viele kommen aus Wolbeck, Angelmodde, Hiltrup, Amelsbüren und Everswinkel; eine aus Lünen lässt sich für heute entschuldigen. Einige singen in  Chören, aber längst nicht alle. Organisiert hat den Workshop Gerlinde Kersting.

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