Landwirte an der Holtrode beklagen Schäden durch Kinder

Landwirte an der Holtrode beklagen Schäden durch Kinder
Geknickt oder abgeschnitten: Wo Körnermais wachsen sollte, klafft ein Loch im Maisfeld von Landwirt Norbert Möllers. Foto: Andreas Hasenkamp.

Münster-Wolbeck. Sieben Meter tief führt eine Schneise in den Mais, in gut vier Metern Durchmesser steht keine der Pflanzen mehr, teils sind sie abgeschnitten worden.. Gleich dahinter, noch tiefer im Maisfeld ist noch ein etwas kleinerer Kreis platt. An anderer Stelle sind etliche Pflanzen umgeknickt, hängen auf den Weg, die Pflanzen und die Hülle der Maiskolben sind noch grün: Schäden wohl vom letzten Wochenende.

Landwirte an der Holtrode beklagen Schäden durch Kinder

Reste der Pflanzen liegen verstreut auf dem Weg zum frisch eröffneten Kinderspielplatz. „Einige Kinder haben Pflanzen abgerissen“, berichtet ein kleiner Junge, „da liegen noch ganz viele“, sagt ein anderer. Einige kleine Maiskolben liegen herum.

Früher war es hier immer friedlich, sagt der Landwirt Norbert Möllers. Fünf Morgen Land bewirtschaftet er hier im Nebenerwerb, umgerechnet knapp zwei Fußballfelder. Sein Mais soll Schweine und Hühner ernähren. Und er muss damit Geld für seinen Lebensunterhalt verdienen. Auf etwa zwei bis drei Prozent Verlust schätzt er den Schaden. Damit der Mais wächst, bearbeitet er den Boden, düngt ihn mit Mist und Gülle, auch Pflanzenschutzmittel muss er bezahlen und ausbringen.

Neuer Spielplatz doch nicht die Haupt-Attraktion?

Der Bauer auf dem benachbarten Hof ist ebenfalls unzufrieden, nicht nur, weil Kindergruppen auf sein Grundstück laufen. Normalerweise konnten Friedel Wohlhorns Hofhunde problemlos frei herumlaufen; nun gehe das nicht mehr. Sie müssen in der Scheune oder einem hoch umzäumten Garten bleiben.

Angefangen haben die Probleme, sagt Möllers, mit der Bebauung zwischen den Feldern und dem Grenkuhlenweg. Dass die Kinder die fremden Grundstücke nicht betreten, dass wünschen sich die Landwirte. Sei der Spielplatz nicht groß genug? Die Hauptattraktion, so Wohlhorn, seien der Erdhaufen und das Maisfeld. Einen Zaun zu errichten, das habe die Stadt abgelehnt.

„Wo die Siedlung hinkommt, hat die Landwirtschaft nichts mehr verloren“, sagt Friedel Wohlhorn mit viel Resignation. Einmal hat eine Großmutter mit Erde werfende Kinder ermahnt, das habe die Lage verbessert.

 

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