Landesliga: Wolbeck gegen Telgte bei Premiere

Münster-Wolbeck. Ansehnlich war die Zahl der Fußball-Fans beim ersten Landesliga-Spiel des VfL. Die Premiere, ein Heimspiel gegen Telgte, füllte am Sonntagnachmittag bei idealem Wetter beide Seiten des Platzes am Sportzentrum Wolbeck.

Familien mit Kleinkind und Hund sind dabei, viele Aktive, die Vorstandsriege. Auch einige, die man sonst nicht dort sieht, meint ein Stammgast. Nach dem Spiel sieht man Torfrau Anja Berger, Profi in der Damen-Nationalmannschaft, mit dem Ball tanzen. Auch von den Altherren des VfL sind viele erschienen; verstreut über die Getränkeausgabe, das Haus des Sports und die Stehplätze verfolgen sie das Geschehen und einer der ihren, Egon Becklas, tritt um 16.13 als Balljunge in Aktion. Die offiziellen Balljungen stellen die D1 und die B2, für ein Dankeschön! findet der Stadionsprecher in der Pause Zeit. Während des Spiels geht es fast durchgehend zu spannend zu. Ein weiter Steilpass landet in den Armen des Telgter Torwarts, das und einige andere Wolbecker Chancen finden sich mit „Auuuh!“ prompt und laut quittiert.
Der „zwölfte Mann“ ist sich beim Kommentieren nicht 100-prozentig einig, aber nahe dran. Sind es  ein bisschen weniger Zuschauer als früher bei Bezirksliga-Spielen, oder ein wenig mehr, wie der Vorsitzende Caspar Hessel meint? Beim nächsten Heimspiel am 23.8. gegen Nottuln sind die Ferien vorbei, dann wird man es sehen.
Wilfried Bradtke freut sich im Halbzeit 1 über das höhere Niveau bei Schiedsrichter und Linienrichtern; das sei doch deutlich besser. Halbzeit 2 bringt dagegen Unmut über manchen Pfiff – weniger über das Gelb-Rot gegen einen Wolbecker, aber etwa über ein Abseits direkt vor dem Telgter Tor: „Niemals! Da muss ich mal Trouble machen!“, meint ein älterer Fan und zeigt seinen T-Shirt-Rücken – er ist von Amts wegen beim Fan-Club „Troublemakers“.

"Absolut spannend"

Auf dem Spielfeld entlädt sich viel Engagement, da fliegen dann etlicher Spieler nach unsanfter Berührung dem Boden zu, die medizinische Betreuung bleibt in Schwung, bis zum Rand ist Stöhnen zu hören. Dort bei den Zuschauern bleibt es friedlich, auch der Applaus der Telgte-Fans kann sich auf beiden Seiten des Grüns entfalten. Böse Sprüche und Gesänge gibt es am Brandhove-Weg nicht, es gibt Grüppchen, aber keine Blocks. Den Telgtern wird Respekt gezollt.
Einige Kinder müssen vom Stadionsprecher noch daran gewöhnt werden, dass das Ballspielen nah am Spielfeldrand zu gefährlich ist und stört.
Für Würstchen und Kuchen bleibt kaum Zeit, erst ist der Wolbecker Druck so groß, dass man die frühe Führung erwartet, dann drängen die Telgter – in der 85. Minute entlädt sich die Spannung in Jubel, Jubel, Jubel. Schade um den Gegentreffer einige Minuten später, aber für die meisten geht das Ergebnis in Ordnung.
„Ein spannendes Spiel, ein schönes Spiel, absolut“, resümiert eine Frau.

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