Lambertus-Singen: Kinder und Eltern in Angelmodde pflegen Spiele des Lichterfestes

Lambertus-Singen: Kinder und Eltern in Angelmodde pflegen Spiele des Lichterfestes

Zuletzt aktualisiert 2. Oktober 2015..

Münster-Angelmodde. In Holzschuhen und mit dem prall gefüllten Korb in der Hand hat „Bauer“ Tobias Lewe mit seinem Sprint keine Chance. Zumal die Kinder beim Lambertus-Singen in St. Agatha bestens Bescheid wissen und den Schnellstart am Ende des Liederspiels „O Buer, wat kost dien Hei?“ erwartet haben.

„Nu giff wi den Buer en Schupp“ lädt nicht nur zum Schubsen des Bauern ein, es lockt auch die Aussicht auf reichlich Apfel und Birnen. Da sind zwanzig Meter Flucht schon eine Leistung.

Lambertussingen: Kinder und Eltern in Angelmodde pflegen Spiele des Lichterfestes

Gut, dass die Singspiele beim Lambertussingen am Freitagabend die Muskeln aller Beteiligten aufgewärmt haben. Als es schon losgehen soll, sind die Kinder noch nicht so zahlreich wie gewünscht. Drei gut informierte und begeisterte Jungs lassen sich nicht zweimal sagen, dass man weitere Kinder herbeirufen kann. Schon springen Christian, Clemens und Timo auf einen Mauerstück vor der Kirche St. Agatha und rufen: „Kinder kommt runter, Lambertus ist munter!“

Wie die meisten anderen Kinder und Eltern wissen sie gut Bescheid, denn in ihrem Wohnviertel werden die Lieder und Spiele gepflegt. Liederhefte brauchen sie nicht. Man muss ja auch die Hände freihaben beim Kreisgang um die aufgehängten Lampignons, bei „Wer im Januar geboren ist …“ und anderen Spielen. Erst recht bei der Verfolgungsjagd, als der Vater der Tochter das Ausgehen mit dem Schornsteinfeger verbieten will.

Und da sie wissen, dass der Buer sich Frau, Kind, Magd und Knecht und auch einen Hund aussucht, gibt es schnell Freiwillige und kein Geschrei. Einige Mütter und Väter ziehen auch beim Sportlichen mit; andere ziehen es vor „Knieprobleme“ zu haben, als „Laurentia, liebste Laurentia mein“ ansteht.

Gitarren unterstützen Lambertussingen

Für Rhythmus sorgen mit ihren Gitarren erstmals Nico Ostholt, Justin Kofoth und Annika Reichmann sowie ihre Lehrerin Marlis Marchand.

So klappt alles wie am Schnürchen. Nur etwas zu hell ist es zu so früher und noch sonniger Stunde für ein Lichterfest und ein Bein des Ständers bricht nach getaner Arbeit.

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