Kurze Pommes in diesem Jahr

Die Pommes werden in diesem Jahr  nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen kürzer. Pommes aus dem Jahrgang 2006 fallen schon jetzt dadurch auf, dass sie deutlich kürzer sind als gewohnt. Ursache ist die lang anhaltende Trockenheit, die an den Kartoffeln, die überwiegend aus Wasser bestehen, nicht spurlos vorüber gegangen ist. Das meldet die LWK NRW in ihrem Newsletter vom 2.8.2006.

Lange Pommes frites kann man aber nur aus dicken Kartoffelknollen schneiden und die sind dieses Jahr knapp. Die Kartoffelexperten der Landwirtschaftskammer schätzen, dass die Ernte auf trockenen Standorten und dort, wo keine Möglichkeit zur Beregnung besteht, um bis zu einem Drittel unter dem Vorjahresergebnis liegen wird.

Kartoffeln geeigneter Sorten für die Herstellung von Pommes frites und Chips sind in diesem Jahr europaweit knapp. An den großen Warenterminbörsen in Rotterdam, Amsterdam und Hannover werden die gelben Knollen deshalb schon seit längerem zu Höchstpreisen gehandelt. Bauern, die weniger ernten, können aber nur zu einem geringen Teil von den höheren Preisen profitieren, denn mehr als 70 Prozent der Pommes-frites- und Chips-Kartoffeln in Nordrhein-Westfalen werden auf der Basis von Verträgen angebaut, bei denen die Preise schon vor der Auspflanzung festgelegt werden. Bauern, die ihre Verträge auf Grund der trockenheitsbedingten Ernteausfällen nicht erfüllen können, müssen jetzt teure Ware zukaufen und zahlen dabei kräftig drauf.

In der Fabrik werden die Kartoffeln gewaschen, geschält und je nach Verwendungszweck in Stäbchen oder Scheiben geschnitten. Bei einem Durchschnittsertrag von etwa 50 Tonnen pro Hektar bleiben so gut 30 Tonnen Pommes frites übrig. Nur ein kleiner Teil der in Nordrhein-Westfalen gewachsenen Kartoffeln für die Pommes-frites-Herstellung wird auch hier verarbeitet. Der größte Teil geht nach Holland und kommt von dort tiefgekühlt als "Holländische Pommes frites" zurück in die Supermärkte und Imbissbuden an Rhein und Ruhr.

Zum Thema.:  Gärtnermeister Heinz Flüthmann für den Gartenbau von der Landwirtschaftskammer ausgezeichnet

In Nordrhein-Westfalen bauen die Bauern Jahr auf 29 000 Hektar Kartoffeln an, davon 20 800 Hektar im Rheinland und 8 200 Hektar in Westfalen-Lippe.

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