Konzert mit Antje Bitterlich und Günther Anders auf Haus Harkotten

Konzert mit Antje Bitterlich und Günther Anders auf Haus Harkotten
Blumen waren Leitmotiv des Konzerts mit Antje Bitterlich und Günther Anders auf Schloss Harkotten im Wappensaal auf Haus Harkotten. Foto: anh.

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Zuletzt aktualisiert 1. November 2021 (zuerst 6. Juni 2019).

Füchtorf. Blumen begrüßten beim Westfälischen Schlösser- und Burgentag die Gäste auf Haus Harkotten; Blumen waren auch das Leitmotiv des Konzerts mit Antje Bitterlich und Günther Anders. Die Sopranistin hatte schon mehrfach an verschiedenen Orten auf Schloss Harkotten gesungen, auch in der Kapelle und im Foyer, diesmal im Wappensaal. Die international konzertierende Sängerin hatte diesmal an ihrer Seite Günther Anders – Dirigent, Pianist, Professor für die Musikalische Leitung in der Gesangabteilung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und eben Liedbegleiter.

Mit Leichtigkeit füllt Bitterlich den Wappensaal mit dem sich opfernden „Veilchen“ von Mozart, singt Heines Text „Die Rose, die Lilie“ zur Musik Robert Schumanns. Rosen, Lotus und Kornblumen hört man durch Schubert und Schumann strahlen oder leiden, den Flieder blühen mit Sergei Rachmaninoff, das „Heidenröslein“ sich ängstigen bei Schubert und Goethe. Durch die Blume, die Rose, besingt Gabriel Fauré seine Nell und Brahms vertonte ein blumiges Bekenntnis Franz Schuberts: „Meine Liebe ist grün“. „Les Roses d‘Isphahan“, getextet von Leconte de Lisle, vertont von Fauré, der virtuosen Reise durch die Welt der Blumen noch mehr Internationales. Richard Strauss zollt den Mädchen Respekt, die da sind wie „Epheu“, denn sie zählen zu den seltnen Blumen, die nur einmal blühen“.

In die Pracht aus Blumen und Blüten, versteckte und offene Anspielungen auf menschliche Beziehungen wob Anders in Klavier-Soli Phasen der beschaulichen Ruhe ein: Robert Schumanns Einsame Blume oder die „Verrufene Stelle“ aus den „Waldszenen“, dann „The Gardens of Buitenzorg“ aus der Java Suite“ von Leopold Godowsky, ein weniger bekannter wenn auch schaffensfreudiger Komponist, der aber eng in Tradition und Stil Rachmaninoffs wirkte.

Drei Zugaben applaudierte das Publikum herbei, von Strauß, Schumann und Rachmaninow, und schien sich dabei warmzulaufen – der Applaus schwoll noch während der Zugaben an. Myriam und Ferdinand von Korff sagten Gästen und dem Förderverein Harkotten Dank.

Nach einem Imbiss und einer Gelegenheit zum Spenden für den Förderverein genossen etliche Konzertbesucher eine Führung durch das Herrenhaus. Erst vor wenigen Wochen fand sich dort eine weitere Deckenmalerei; feine Pinsel und Skalpell restaurieren Schritt für Schritt, was man sich bei einer Führung zeigen und erklären lassen kann.

Musikalisch geht es auch am nächsten Sonntag zu auf Schloss Harkotten – mit dem Jagdhornbläser-Wettbewerb.