Konzert „Drei Frauen und die Liebe“ in der Christuskirche Wolbeck

Drei Frauen und die Liebe mit der Cellistin Cicilia Rubio, der Sängerin Heide Bertram und der Akkordeonistin Marieke Kroes in der Christus-Kirche in Münster-Wolbeck.

Münster-Wolbeck. Zum Konzert „Drei Frauen und die Liebe“ mit dem Trio Vernice hatte der Verein KulturVorOrt Wolbeck in den Saal der Christuskirche eingeladen: Der Saal war mit etwa 100 Gästen voll. Mit zarten Klängen füllten ihn die Sängerin Heide Bertram zusammen mit Marieke Kroes an einem besonderen Akkordeon und Cecilia Rubio am Cello.

Konzert „Drei Frauen und die Liebe“

Ein ganz besonderes Programm in vielen Sprachen und aus teils nicht so bekannten Werken zum Thema Liebe hatten die drei zusammengestellt.  Englisch begannen die drei mit Werken von Henry Purcell: „Sweeter Than Roses“, oder weniger offensichtlich der Liebe verbundenen Themen wie „What Can We Poor Female Do?“ und „If Music be the Food of Love“. Wim de Ruiter, der auch als Orgelkomponist bekannte Holländer, hatte  dem Trio Vernice allem Anschein nach das Motto ihres Konzerts geliefert: „Three Women and Love“.  Noch Schwungvolleres ließ das Trio mit Astor Piazolla folgen.

Besonderes Akkordeon eröffnet Bachs Welten

Dass auch ein Johann Sebastian Bach sich intensiv dem Wesen der Liebe widmete, bewies das Trio nach der Pause: „Wenn die Frühlingslüfte wehen“, „Sich üben im Lieben“. Zudem ließ Bach Phöbus eilen  – was Bachs Denkrichtung andeutet, ist Phöbus alias Apollon doch Gott  der sittlichen Reinheit und Mäßigung. Die Sängerin sah sich neben dem harmonisch-warmen Cello auch von einem nicht so häufig zu hörenden Akkordeon begleitet. Das Einton-Akkordeon, erläuterte später Kroes, ist aufwändiger zu spielen, bietet dafür mehr Möglichkeiten der Gestaltung. So ersetzt es hier, virtuos gespielt, Orgel oder Cembalo mit einem weicheren Klang und der Möglichkeit etwa von Crescendi.

Drei Frauen und die Liebe mit der Cellistin Cicilia Rubio, der Sängerin Heide Bertram und der Akkordeonistin Marieke Kroes in der Christus-Kirche in Münster-Wolbeck.

Liebe und Stein-Werde

Nicht alles war schlicht lieblich im Konzertprogramm der drei Virtuosinnen. Drei der Liebe gewidmete poetische Gedicht vertont hat Matilde Capuis; Bertram übersetzte sie für die Zuhörer. „Meine Seele schweigt, wie versteinert bin ich“, heißt es bei Capuis, zusammen mit „einer Träne des Friedens“ „verwandle ich mich in Stein.“

Den Abend beschloss munter Federico Lorca. Seine „Tres Morillas“ dreht sich um drei konvertierte Muslima, die die Aufmerksamkeit eines Spaniers wecken; „La Tarara“ inszeniert zum Finale eine Frau, die den Männern den Kopf verdreht.

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