Konjunkturpaket fördert Gebäudesanierung, aber nicht zwingend den Klimaschutz

Berlin (pm). Die Bundesregierung stellt im Rahmen ihres Konjunkturpaktes in den kommenden zwei Jahren mehr Geld für die Gebäudesanierung bereit. Um eine Milliarde auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro wird das CO2-Gebäudesanierungsprogramm 2020 und 2021 aufgestockt. Der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) nennt Bedingungen, damit die Förderung privater Bauvorhaben auch dem Klimaschutz zugutekommt.

Der BSB begrüßt die Maßnahmen der großen Koalition. Ob die konjunkturelle Förderung aber wirklich zur Reduzierung von Treibhausgasen beiträgt, hängt von mehreren Faktoren ab: „Die Förderung muss da greifen, wo eine Sanierung wirtschaftlich und ökologisch Sinn macht“, sagt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Aktionismus beim Geldausgeben und willkürliche Baumaßnahmen führen selten zu den gewünschten Energieeffizienzzielen. Verbraucher seien vielmehr auf unabhängige Beratungsangebote angewiesen. Mit einer qualifizierten Fachberatung können Verbraucher systematisch Schwachstellen des Gebäudes identifizieren und die geeigneten Maßnahmenpakete planen.

Um Wohneigentümer zu motivieren, überhaupt etwas zu tun, müssen zusätzlich zur individuellen Beratung die Fördergelder leicht abgerufen werden können. „Komplizierte Anträge, umständliche Formulare und komplexe Fördervoraussetzungen schrecken Verbraucher ab. Hier sind unbürokratische Lösungen gefragt“, so Becker.

Da die Planung und Durchführung von Sanierungsarbeiten oft sehr lange Zeit dauert, müsse eine Kontinuität in der Förderung gewährleistet sein. Fraglich ist auch, ob unter den derzeitigen Voraussetzungen die klimapolitischen Ziele erreicht werden können. „Um 2050 tatsächlich in die Nähe eines klimaneutralen Gebäudebestands zu kommen, muss die Förderung weiter ausgebaut werden“, prognostiziert Becker.

Bitte gib der Seite ein

Verwandte Inhalte:

  • Münster (SMS) Vom Altbau aus den 50er Jahren zum vorbildlich sanierten Gebäude auf Effizienzhaus-Standard: Das Mehrfamilienhaus der "Wohn + Stadtbau" an der Bürenstraße 1 in Wolbeck hat eine rasante Wandlung durchgemacht, ohne dass sich die Architektur des Hauses verändert hat. Auszeichnung für "Wohn + Stadtbau" Die Stadt zeichnete die hervorragend…
  • Münster (SMS) Die Stadt Münster fördert die qualitativ hochwertige Sanierung von Wohngebäuden mit Zuschüssen bis zu 9 000 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und bis zu 15 000 Euro für ein Mehrfamilienhaus. Seit Jahresbeginn haben sich nicht nur beim städtischen Altbausanierungsprogramm, sondern auch bei anderen Fördertöpfen des Bundes Änderungen ergeben.…
  • Berlin, 23. September 2019. Mit dem vorgelegten Klimaprogramm will die Bundesregierung unter anderem Wohneigentümer bei der energetischen Gebäudesanierung besser unterstützen. Der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) begrüßt das Vorhaben: „Viele Neuregelungen im Gebäudebereich werden der großen Verantwortung gerecht, die Wohneigentümer beim Klimaschutz tragen“, so BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Nun müsse eine bessere Aufklärungsarbeit…
  • Bauen und WohnenDiese Seite zeigt ihnen Kategorien mit Bezug zum Thema Bauen und Wohnen in Münster.
  • Münster.- Wann Hausbesitzer von Altbauten, die für die Sanierung der Fassade, des Dachs, der Außenwand und der Fenster städtische Fördermittel oder zinsgünstige Darlehen bekommen können, erläutern Beate Böckenholt und Ingrid Grelewitz vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz am Dienstag, 22. November und am Mittwoch, 23. November. Jeweils von 9 bis…
Follow by Email
RSS