Komödie mit Stacheln

Münster-Hiltrup. Das münstersche Theater-Ensemble Kaleidoskop bringt wieder  einen heißen Stoff auf die Bühne: Eine Kleinstadt will ihr Image polieren, eine blutige historische Legende liefert Stoff für das Stadtspektakel – doch im Organisationskomitee prallen schwierige Typen aufeinander.

Theater-Ensemble Kaleidoskop bringt „Das Festkomitee“ auf die Bühne / Premiere in Hiltrup

Das Stück „Das Festkomitee“ des Briten Alan Ayckbourn verknüpft scharfe Gesellschaftssatire mit Boulevard-Komödie. Aufs Korn nimmt Ayckbourn vor allem Vereinsmeierei und „gewisse Eigenschaften der vielzitierten Mittelschicht“. In Vielem, verspricht das Programmheft, werde der Zuschauer sich selbst erkennen.
Ausgesucht hat das Stück der neue Regisseur des Ensembles, Bart Hogenboom. Der Niederländer lernte die Schauspielerei in Ferrara, Italien, spielte  in Ensembles in Italien, Dänemark, den Niederlanden sowie in Deutschland. Hogenboom inszenierte als Künstler und Regisseur zahlreiche Theaterprojekte und Theater-Produktionen. Seit 1992 lebt er in Münster und ist künstlerischer Leiter des preisgekrönten „Theater Scintilla“.
Auch in Hiltrup hat Hogenboom schon gewirkt – beim Musiktheater-Stück „Shadowman“ des KvG.
Elf Schauspieler umfasst Kaleidoskop derzeit. Seit September 2013 arbeiten sie mit Hogenboom, der mit ihnen „ins kalte Wasser sprang“, wie er sagt. Nicht ganz: Für das bewährte und viel gelobte Ensemble ist es die elfte Inszenierung. Aufgefallen ist dem Regisseur bei ihnen die Begeisterung als größte Stärke. Auch seien sie sehr gut vorbereitet gewesen und ziemlich schnell in die Texte gekommen: „eine tolle Truppe, sehr hohes Niveau“.

An Ayckbourn gefällt Hogenboom, dass er gesellschaftliche Probleme der Jetzt-Zeit in einem übersichtlichen Raum darstellt – mit beißender Ironie. Da sei „immer ein Stachel drin“, aber auch etwas zum Schmunzeln.
Hogenboom führt die Regie, den Text bearbeiteten sein Vorgänger Werner Coenen, Michael Beise und Hogenboom, um das Bühnenbild kümmert sich Hans Rath, um Licht- und Tontechnik der Aufführung in der Aula des Kant-Gymnasiums in Hiltrup ein Team des Kant: Tim Tecklenborg, Simon Ilgner und Alexander Hoffmann. Für die Kostüme sorgt das Ensemble selbst. Souffleuse ist Maria Humann.
{xtypo_sticky} Der Premiere in Hiltrup am Freitag, 9. Mai, um 20 Uhr folgt eine weitere Aufführung im Kant-Gymnasium am 11. Mai (18 Uhr), danach spielt Kaleidoskop jeweils um 20 Uhr am 15. und 16. Mai im Bürgerzentrum Kinderhaus, und am 30. und 31. Mai im Kreativ-Haus. Karten im WN-Ticket-Shop am Prinzipalmarkt, am Infopunkt Hiltrup, Marktallee 34a und an der Abendkasse. {/xtypo_sticky}

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