Klaus Kinski im Foto: Ausstellung im Drostenhof

Kinski im Foto: Das zeigt anlässlich des 20. Todesjahres Kinskis  im Westpreußischen Landesmuseums im Drostenhof in Münster-Wolbeck vom 08. April bis zum 03. Oktober 2011 eine Ausstellung von Fotos, die der Schweizer Fotograf Beat Presser bei den Dreharbeiten zu „Fitzcarraldo“ und „Cobra Verde“ als Standfotograf anfertigte.

Exzentrisch, rebellisch, genial – Klaus Kinski

Exzentrisch, rebellisch, genial, verrückt, legendär – es gibt viele Adjektive, die schon zu seinen Lebzeiten auf Klaus Kinski angewendet wurden. Zweifelsohne gehört er zu den prägendsten Schauspielern und polarisierendsten Gestalten des öffentlichen Lebens der sechziger bis achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Geboren wurde Nikolaus Karl Günther Nakszynski – so Kinskis bürgerlicher Name – am 18. Oktober 1926 in Zoppot als Sohn eines Apothekers und einer Krankenschwester. Der mondäne Badeort Zoppot (das heutige Sopot) an der Ostsee war Teil des nach dem Ersten Weltkrieg geschaffenen Miniaturstaates Freie Stadt Danzig, der vormals langjährigen Hauptstadt Westpreußens. Bereits Anfang der 1930er Jahre siedelte die Familie von dort nach Berlin um.

Kinskis Karriere als Schauspieler

Ihren Anfang nahm Kinskis Karriere als Schauspieler in britischer Kriegsgefangenschaft, führte ihn nach dem Zweiten Weltkrieg über zahlreiche Theaterbühnen in Berlin, München und Wien und zu ersten Filmrollen. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er ab Anfang der sechziger Jahre bekannt, als er eine der prägenden Gestalten in den Edgar-Wallace-Verfilmungen war. Seine internationale Karriere begann mit zahlreichen Rollen in italienischen Produktionen, wo er unter Sergio Leone und Sergio Corbucci arbeitete, aber zu seinem künstlerischen Werk gehören auch Rollen in David Leans Dr. Schiwago (1965) oder im letzten Billy-Wilder-Film Buddy, Buddy (1981), in dem er neben Jack Lemmon und Walter Matthau spielte. Zu seinen künstlerisch bedeutendsten Werken zählen bis heute die mit dem Regisseur Werner Herzog verwirklichten Filme Aguirre, der Zorn Gottes (1972), Nosferatu – Phantom der Nacht (1978), Woyzeck (1978), Fitzcarraldo (1981) und Cobra Verde (1987). Fitzcarraldo wurde für den Golden Globe nominiert und das amerikanische Filmmagazin American Film titelte 1982 sogar: „Ist Kinski der größte Schauspieler der Welt?“

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Kinski-Fotograf stellt in Münster aus

Die qualitativ hochwertigen Aufnahmen des Fotografs Presser zeigen einen wandlungsfähigen und beeindruckenden Schauspieler auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens und lassen die schillernde Gestalt Kinskis lebendig werden. Sie geben Einblicke in seine an Besessenheit grenzende schauspielerische Arbeit und vermitteln gleichzeitig die Faszination, die von seiner künstlerischen Arbeit ausging.

Bericht zur Vernissage Kinski in Münster mit Beat Presser, Link zu Fotogalerie von Andreas Hasenkamp, Fotograf in Münster.

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Über Andreas Hasenkamp 6455 Artikel
Journalist, Online-Redakteur und Event-Fotograf in Münster.

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