Klang-Fest mit ungewöhnlichen Instrumenten und spanischen Traditionen

Klang-Fest mit ungewöhnlichen Instrumenten und spanischen Traditionen
Fetén-Fetén beim Summerwinds-Konzert in der NRW.Bank. Foto: anh.

Zuletzt aktualisiert 30. Juli 2018 (zuerst 27. Juli 2018).

Münster. „Fetén Fetén und Jou Gonzalez“ hieß das Konzert im Saal der NRW.Bank in Münster, Pop und Klasse war damit versprochen, Folk plus Fantasie sowie ungewöhnliche Instrumente. Diego Galaz und Jorge Arribas als Duo „Fetén Fetén“ und Jou Gonzalez spielten vor vollem Haus und sorgten dafür, dass Hunderte nun mit einem Campingstuhl Musik verbinden, ebenso wie mit zwei Löffeln, aufgereihten Knochen oder Putzgerät, genauer Kehrschaufel-Kaval und Besen-Bansuri. Sie alle lassen sich nämlich virtuos musikalisch einsetzen, bewiesen Galaz und Arribas, die gleichwohl zuerst an ihren Hauptinstrumenten brillierten: Galaz an der Violine, Arribas am Akkordeon. Gonzalez ist daheim oder verwoben mit seiner Klarinette; die treibt ihm bei seinem ausdrucksstarken Spiel heraus aus seinem Stuhl, als beschwöre sie ihn. Alle drei erhielten Zwischenapplaus bei Soli. Harmonisch verband sich ihr Spiel bei „Vals para Amelia“ und „Pasodoble del Maghreb“. Die ungewöhnlichen Instrumente sind optisch ein Gag – musikalisch ein Genuss. Da bläst Arribas den Campingstuhl wie schon die traditionelle spanische Flöte. Und virtuos bis in die Zwischentöne, fein im Ausdruck ist, was Galaz am Sägeblatt mit Geigenbogen aus Schuberts Ave Maria gestaltet. Der Anblick freilich sorgte für erhebliche Heiterkeit.

Spanisch waren die meisten Stücke, von Madrid bis Burgos stammend, aus Begegnungen von Kulturen geschöpft wie der Pasodoble, der sich mit Klängen aus dem Maghreb verband, oder die Anleihe in Japan beim oder „Jota del Wasabi“. Dazu Schokoladiges aus Brüssel und feurigen Klezmer. Immer wieder konnten die Gäste auch nach zehn Uhr mittun, pfeifend, mit den Fingern schnipsend, klatschend. Gut, dass die Bank für Kühle gesorgt hatte. Etwas Spanisch wurde aufgefrischt: „Olé“ und „otra“; die Wertungen der Gäste kamen ohne Übersetzung bei den drei Musikern an: „Wunderbar“, „super“, „grandios“.

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„Ein Spaß“, kommentierte Dr. Susanne Schulte, Geschäftsführerin der Gesellschaft Zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit, den Auftritt des Trios. Eben „Fetén“.

„Es sind tatsächlich für einige der Veranstaltungen noch Plätze frei“, informiert Schulte. Noch bis zum 2.9. finden Konzerte statt von Tecklenburg bis Borken, Greven bis Nordkirchen.


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