Kita Lauheide feiert mit Ehemaligen und erinnert an ein dauerhaftes Konzept

Drei Generation Kita Lauheide und zwei Fabelwesen: Ulrike und Michael Kumfert mit ihrer Tochter Vanessa, zwei von deren Töchtern, Luzie und Karlotta, und weitere Kinder: Lillith, Henrike und Luan. ‬Fotograf:‭ Andreas Hasenkamp, Münster.

Münster-Wolbeck. Seit 1974 gibt es sie nun, die Kita Lauheide. Zeit für ein Fest mit Ehemaligen – auch wenn die Kita inzwischen in Wolbecks Norden umgezogen ist. Da geht es um das Konzept. Das bestätigten am Samstag Ulrike und Michael Kumfert, die ihre Tochter Vanessa damals dort unterbrachten. „Das war eine politische Entscheidung“, sagt Ulrike Kumfert. Es sei darum gegangen, als Eltern selbst mitzugestalten, in vielen Elternabenden, „reihum zuhause“. Und auch, zu  „putzen“, sagt ihr Mann. Auch die „niederen Arbeiten“ seien gleichmäßig zwischen den Geschlechtern aufgeteilt worden.

Ihre Tochter Vanessa schickte später, in Gremmendorf wohnend, alle vier Kinder in die umgezogene Kita Lauheide. Die alte hat sie noch in Erinnerung: „Es war so eine Freiheit“, ein gutes Miteinander, „eine großartige Zeit, ein tolles Gelände“, ein Abhang, Bretterbuden-Bau und Hühnerjagen. Unterscheiden sich die alte und die neue? „Vom Prinzip her ist es ähnlich“, sagt sie und weist auf die Spielgeräte, wo Eltern selbst betoniert und gebastelt haben. Heute sei es weniger ein politisches als ein erzieherisches Konzept. Wichtig ist ihr auch der überschaubare Kreis: 20 Kinder besuchen heute die Kita. Und es sei „keine Hochglanz-Kita, sondern eine Bauernhof-Kita“.

„Jedes Wochenende sind wir da anmarschiert, jeden Samstag war Arbeitseinsatz“, sagt auch Gisela Huppert, die mit ihrem Mann Ludwig und weiteren Eltern 1974 die Kita Lauheide gründeten. In der echten Lauheide, hinter dem Waldfriedhof, im früheren Offiziers-Casino. „Eigentlich fand ich’s gut, und für die Kinder großartig“, resümiert Ulrike Kumfert, „trotz Arbeit und Streit“.
„Spielzeugreduziert“ sei die Kita, sagt Vanessa Kumfert, und die Kinder viel draußen. An diesem Samstag geht es zwischen Hühnern und Ziegen auf eine Wiese, wo die Gäste mit Filz arbeiten können, auch Popcorn wird über einem offenen Feuer gebrutzelt.
Einen zauberhaften Empfang bereiteten den Gästen die stumme, Schabernack treibende Elfe Ana Oesterreich und ihr Kompagnon Mr. Gold, Sebastian Seemann.

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