Kirchenwahl in Westfalen, Rheinland und Lippe

8,16 Prozent der wahlberechtigten Protestanten in Westfalen haben am Sonntag mitentschieden, wer für die kommenden vier Jahre ihre Gemeinde leitet. Bei der Kirchenwahl wurden die Leitungsgremien (Presbyterien) der 556 Gemeinden für die nächsten vier Jahre bestimmt. 2004 hatte die Wahlbeteiligung bei 9,9 Prozent gelegen.

Gemeindeleitungen für die kommenden vier Jahre stehen fest

Entschieden: In 228 westfälischen Gemeinden wurde gewählt. Die aktuelle Wahlbeteiligung aufgeschlüsselt nach Gemeinden: www.kirchenwahl2008.de.
Spitzenreiter in der Wahlbeteiligung war die Evangelische Kirchengemeinde Schale in Hopsten im Tecklenburger Land: Dort machten 46,8 Prozent der Gemeindemitglieder von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Am wenigsten waren es in der Gemeinde Selm im Kirchenkreis Lünen bei Dortmund mit 1,5 Prozent Wahlbeteiligung.

Eine Wahlhandlung fand in 228 Gemeinden statt: Dort stellen sich mehr Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl als Plätze im Presbyterium zu besetzen sind. In den anderen 328 Gemeinden haben sich jeweils so viele Kandidaten gefunden wie es der Zahl der Sitze entspricht. Sie gelten damit als gewählt. Insgesamt sind in Westfalen rund 7.500 Frauen und Männer im Ehrenamt der Gemeindeleitung tätig. Wählen darf, wer mindestens 16 Jahre alt ist.

Kirchenwahlen am 24. Februar in ganz Nordrhein-Westfalen

 

Kirchenwahlen gab es am 24. Februar in ganz Nordrhein-Westfalen, also auch in der Evangelischen Kirche in Rheinland und in der Lippischen Landeskirche. In einigen Orten wie Wolbeck und Albersloh fielen die Wahlen aus. Hier gab es weniger Kandidaten als Plätze.

Das Presbyterium hat laut Kirchenordnung dafür Sorge zu tragen, dass die biblische Botschaft von Gottes Liebe weitergegeben wird und dass Taufe und Abendmahl in guter Weise geschehen. Die Wahl des Pfarrers oder der Pfarrerin ist eine wichtige Aufgabe des Presbyteriums. Es ist außerdem für die Konzeption verantwortlich, die nach dem Willen der Synode jede Gemeinde für sich erarbeitet. Darin werden ihr Profil, ihre Schwerpunkte und Ziele beschrieben. Aber das Presbyterium hat auch ganz handfeste Aufgaben wie Finanzen und Immobilien der Gemeinde. Es ist außerdem Anstellungsträger von Sekretärin, Küster, Kantor, vertritt die Gemeinde also auch im rechtlichen Sinne.

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