Kein Alkohol in der Schwangerschaft

Kein Alkohol in der Schwangerschaft
Merle Heitkötter und Brigitte Kempe vom Gesundheitsamt sowie Brigitte Klute von der Drogenhilfe (v.l.) zeigen es mit Puppen: Alkohol in der Schwangerschaft schadet den Kindern. Foto: Stadt Münster, MünsterView.

Ausstellung „Wenn schwanger dann Zero!“ in der Stadtbücherei Münster / Für Schulklassen und alle Interessierte / Fortbildung zum Fetalen Alkoholsyndrom

Münster (SMS). Mit der Veranstaltungsreihe „Macht’s die Dosis?“ will der Arbeitskreis Suchtprävention Münster Impulse zur Suchtprävention geben. Dabei lenken das Gesundheitsamt und das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien in der Stadtbücherei mit der Wanderausstellung „Wenn schwanger, dann Zero!“ die Aufmerksamkeit vom 10. bis zum 23. Juni 2022 auf das so genannte Fetale Alkoholsyndrom (FASD). Dort wird gezeigt, wie gefährlich Alkohol in der Schwangerschaft für das Kind ist.

„Nach wie vor liegt bei Heranwachsenden ein deutlich zu geringes Wissen zur sicheren Vermeidung von FASD vor. Das bedeutet zum einen eine reale Gefahr für die Gesundheit vieler zukünftiger Neugeborener und zum anderen eine große Belastung für das Umfeld der Familie“, weiß Brigitte Klute vom Fachdienst Suchtprävention der Drogenhilfe des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. „Besonders jungen Menschen müssen die Gefahren bewusst sein.“   

Mehrfach täglich werden Führungen für Schulklassen, aber auch für andere Interessierte angeboten. Alle Informationen zur Ausstellung: www.stadt-muenster.de/drogenhilfe/veranstaltungsreihe  

Im Zentrum der Ausstellung steht ein begehbares Kuppelzelt, das eine Gebärmutter symbolisiert. Hier sind 40 Wochen Schwangerschaft aus der Perspektive des Kindes durch Sehen, Hören und Fühlen erlebbar: Alkohol, der in der Schwangerschaft getrunken wird, ist pures Gift für das Ungeborene. Schon kleine Mengen können die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen. In der Folge leiden diese Kinder oft an unheilbaren, teilweisende gravierenden Gesundheitsschäden wie Fehlbildungen, Nierenschäden, Herzfehler und Entwicklungsstörungen. Betroffene sind oft ruhelos, reizbar und haben erhebliche Lern- und Sprachprobleme.

Alkohol schädigt – früh genug konsequent meiden

„Viele dieser Kinder und Jugendlichen sind extrem stressanfällig, können Gefahren nicht vorausschauend erkennen und sind so auch leicht zum Konsum von Alkohol und anderen Drogen verleitbar und schließen die Schule nicht ab“, so Brigitte Klute. All diese Probleme wären vermeidbar, wenn in der Schwangerschaft und während der Stillzeit kein Alkohol getrunken würde.  Da nicht klar ist, welche Menge Alkohol zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft wie stark schaden kann, empfiehlt Merle Heitkötter vom Gesundheitsamt eindringlich „keinen einzigen Schluck Alkohol zu trinken, sobald ein Schwangerschaftswunsch besteht und die Verhütung einmal abgesetzt ist oder eine ungeplante Schwangerschaft entdeckt wird.“

Fortbildung zum Thema „FASD-Primärprävention in Schule, Jugendhilfe und Gesundheitswesen“

Für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Schule, Kita, Jugendhilfe und Gesundheitsbereich bietet die Drogenhilfe am 10. Juni 2022 im Lesesaal der Stadtbücherei von 9 bis 15 Uhr eine kostenlose Fortbildung zum Thema „FASD-Primärprävention in Schule, Jugendhilfe und Gesundheitswesen“ an. Referentin ist Dr. med. Heike Kramer, stellvertretende Vorsitzende des FASD-Netzwerk Nordbayern e.V. und wissenschaftliche Leiterin der FASD-Wanderausstellung „ZERO“. Anmeldungen, auch für Führungen durch die Ausstellung, an Brigitte Klute unter KluteB@stadt-muenster.de