Jugendfeuerwehr aus Münster probt für den Brandfall Eingespielte Team-Arbeit ist gefragt - und Wiederholen

Viel Ausrüstung muss beherrscht und im Team verbunden werden - Thema mehr als einer Übung-Einheit.

Münster-Angelmodde. Feuer gibt’s noch nicht, Wasser diesmal auch nicht: Jugendfeuerwehr-Gruppe 3 übt an diesem Freitag, wie man den Kampf gegen Feuer vorbereitet.

Im Sonnenschein beginnt die Übung. Unterbrandmeister Florian Reinker ist der Gruppenführer und gibt die erste Aufgabe vor: die acht sollen das Gerät vom Fahrzeug holen und sortieren: die Attrappe für den Saugkorb,  die schweren Saugschläuche mit Schlüsseln zum Festdrehen, Wasserschläuche, ein Verteiler, weitere Schläuche, zwei C-Rohre, ein C-Hohlstrahlrohr, dazu Taschenlampen. Aufgaben werden verteilt – ohne Teamarbeit läuft nichts. Die Theorie war Gegenstand einer Präsentation: Die Feuerwehrdienstvorschrift 3 zu „Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“ regelt, „wer in welchen Situationen was zu tun hat“: Maschinist, Melder, Schlauchtruppmann, etc.

Dann wird es praktisch, die Saugschläuche werden verbunden: Da müssen schon zwei gut zusammenarbeiten, erst recht, als die Halteleinen angebracht und gestrafft werden, nicht irgendwie, sondern so, dass sie das Ganze sichern. Dann koppelt der Maschinist das über sechs Meter lange Ungetüm an – fast alle müssen anpacken und seinem Kommando folgen, sonst geht es nicht. Weiter geht’s: Schläuche richtig werfen, ohne sich die Kniescheibe zu stoßen, Verteiler anschließen, wer ruft wann: „Wasser marsch“ und wie wird das Kommando bestätigt, was macht der Melder? Die Kommandos, die der Gruppenführer gibt, muss man laut wiederholen – und die fallen schon mal länger aus. Geduldig wird wiederholt. Schließlich sind die C-Rohre angeschlossen – jetzt könnte der Löschangriff beginnen. Nicht bei der Übung: „Abbauen und das Ganze von vorn“. Dass sich das Wiederholen lohnt, zeigt sich schnell: alles geht den Jugendlichen deutlich schneller von der Hand. Einiges ist noch unklar. „Könnt ihr euch das alle merken?“, fragt ein Wehrmann. „Das ist ‘ne ganze Menge“ sagt Reinker. Ein anderer sagt: “Wir sind alle so angefangen.“
Geschafft: „Verteiler Wasser halt!“ – „Verstanden!“
Gern üben die Feuerwehrleute außerhalb von Angelmodde, heute aber auf dem Vorplatz des Gerätehauses.   Das hat   Vorteile – mehrfach laufen Passanten über den Platz, auch einige junge Familien mit Kindern, schnell kommen die Betreuer mit ihnen ins Gespräch. „Ab zwölf Jahren kann man mitmachen.“
Die Wehrleute haben noch Tricks auf Lager: Einen der Knoten kann man auch mit einer Hand herbeizaubern.
Schon anderthalb Jahre dabei ist Moritz Ilgner aus Angelmodde, 13 Jahre alt. Warum er mitmacht? „Es ist eine gute Gelegenheit etwas Einblick zu kriegen in die Feuerwehr, wenn man einsteigen möchte.“

Übung der Jugendfeuerwehr-Gruppe 3
Für den “Zimmermanns-Schlag” gibt es einen richtigen Platz, auch an der Übungs-Attrappe des Saugkorbs.
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Zum Thema.:  Formen zum Anfassen in Angelmodde
Über Andreas Hasenkamp 6368 Artikel
Journalist, Online-Redakteur und Event-Fotograf in Münster.

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