Jobcenter Münster fördert 50 gemeinnützige Stellen Sinnvolle Arbeit für Menschen mit Elternpflichten oder gesundheitlichen Einschränkungen

Zuletzt aktualisiert 17. März 2018 (zuerst 24. Mai 2016).

Münster (SMS) Der Start ist gelungen: 30 arbeitslose Münsteranerinnen und Münsteraner haben eine gemeinnützige Arbeit aufgenommen, nachdem das städtische Jobcenter sich Anfang des Jahres erfolgreich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ beworben hatte. Sie arbeiten bis zu 30 Stunden in der Woche und bekommen wenigstens den Mindestlohn ausgezahlt. Dafür erledigen sie Aufgaben im Umweltschutz oder Gartenbau, unterstützen die Tafeln, helfen an diversen Stellen in der Flüchtlingsarbeit, in der PC-Werkstatt der Alexianer oder als interkulturelle Lotsen.

Viele Kandidaten durch Jobcenter Münster vermittelt

„Wir sind froh, dass wir in der relativ kurzen Zeit schon so viele Kandidatinnen und Kandidaten vermitteln konnten“, freut sich Jobcenterleiter Ralf Bierstedt. „Die Arbeit hilft den Menschen, wieder eine Struktur in ihr Leben zu bringen. Zugleich leisten wir damit Beiträge zum Gemeinwohl an Stellen, wo Unterstützung dringend nötig ist.“
Menschen, die sehr lange Zeit keinen Beruf ausgeübt haben, sollen dem regulären Arbeitsmarkt näher kommen. Das ist das Ziel. In Frage kommt beispielsweise, wer gesundheitliche Probleme hat oder wegen jahrelanger Kindererziehungszeiten den Einstieg nicht oder nicht mehr findet.

Einige Bewerber haben bereits Arbeitsgelegenheiten über das Jobcenter genutzt, aber es fehlt noch an Qualifikationen oder stabilisierenden Hilfen, damit sie eine Chance auf eine reguläre, voll bezahlte Arbeitsstelle haben. Bis zu 50 dieser zusätzlichen, gemeinnützigen Arbeitsplätze kann das Jobcenter mit den Bundesmitteln fördern.

Zum Thema.:  Flüchtlinge: Voraussetzungen für Integration in Wirtschaft

 Arbeitgeber gesucht für Menschen mit Einschränkungen

Arbeitgeber, die solche Arbeitsplätze für Menschen mit Einschränkungen einrichten, bekommen einen Lohnzuschuss und die anteilige Sozialversicherung.

Wie bei den meisten Jobcenter-Förderungen ist die praktische Tätigkeit nur ein Teil des Pakets. Bei den Stellen aus dem Teilhabeprogramm ist ein begleitendes Coaching inbegriffen. Jobcoaches unterstützen die Wiedereinsteiger beispielsweise, indem sie Anfangsschwierigkeiten mit Arbeitgebern ausräumen und dafür sorgen, dass der Start am Arbeitsplatz möglichst glatt verläuft. Aber auch weitere Qualifizierungen und Beratungen gehören zum Leistungspaket des städtischen Jobcenters.

Einige weitere gemeinnützige Arbeitsstellen hätte das Jobcenter gern noch im Portfolio. Arbeitgeber, die Interesse haben, eine solche geförderte Stelle einzurichten, wenden sich im Jobcenter Münster an Uwe Brummerloh, Tel. 6 09 18-3 20, E-Mail brummerloh@stadt-muenster.de.

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