Jazz Romance und Ton-Geschichten

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{mosimage}Sendenhorst-Albersloh. Vadim Neselovsky, der Weltenbürger aus New Orleans, hat vor einem Jahr mit dem east-west-Quartett in Haus Siekmann einen Erfolg gefeiert. Nun kommt er wieder zu einem Doppelkonzert mit Doppel-Debut.

 Damals machte sich Jürgen Krass vom veranstaltenden Förderkreis Sorgen über die unglückliche zeit zwischen den Jahren. Aber die habe sich als „sehr positiv" erwiesen, blickt Krass beim Pressegespräch zurück. Das erhofft er sich  auch für das Konzert am 28.12. um 20 Uhr.

Jazz Romance 

Zunächst spielt das neue Karin-Hatzel-Quartett sein neues Programm. Da ist zum Motto „Jazz Romance" auch wieder Uli Bärs Kontrabass zu hören. Die Leichtigkeit des Seins will das Quartett in Töne fassen und im Jazz „die Dinge sehen lassen, die es nicht gibt".

Erstmals Solo in Sendenhorst: Vadim Neselovsky

Neselovsky spielt erstmals in Sendenhorst solo. Das hat er 2008 schon in großen Sälen in Moskau und in seiner Heimat Odessa in der Ukraine getan. Jetzt freut er sich auf Haus Siekmann und die „großartige, schön warme Atmosphäre", die er 2007 dort erlebt hatte.

Sein Programm lasse sich nicht auf einen Begriff bringen, sagt er nach einigem Überlegen, aber es seien Ton-Geschichten, Reise-Notizen. Grooviges werde unter seinen Eigenkompositionen  sein, vielleicht überrascht er wieder mit einem unerwarteten Instrument. Als Solist kann man mittendrin etwas anderes anfangen, „das ist die Schönheit des Solos". Er wolle „Lebenserfahrung in Kunst ausdrücken, darum geht es", meint der Komponist.

Er freut sich auf den Flügel in Haus Siekmann. Einen eigenen hat er nicht: Dafür ziehe er zu häufig um und habe gar kein Zuhause, meint der Künstler: Boston, New York, New Orleans waren die Wohnorte seiner nun sieben Jahre in den USA. Noch genießt er ein zweijähriges Stipendium mit der Thelonious Monk-Gruppe. Im Mai 2009 steht der nächste Wechsel an.

Er vermisst Europa, hat sich aber in den USA engagiert. In vielen auch drei Jahre nach dem Wirbelsturm„Catrina" noch provisorischen Schulbauten – „man glaubt nicht, dass man in den Vereinigten Staaten ist", meint er mit Blick auf die Zustände – mit afroamerikanischen Schülern hat er mit anderen Workshops veranstaltet. Und er schwärmt vom Rhythmus-Gefühl, das dort so viele mitbringen. In Europa hätten die jungen Leute viel mehr Harmonie-Instinkte, meint er nach einem Projekt in der Musikfachschule von Odessa.

 Weitere Doppelkonzerte gibt es in Unna am 27.12. (zib) und in Schwerte am 29.12. (Rohrmeisterei) zu hören.

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