Inspiration aus Glaube und Natur

Inspiration aus Glaube und Natur
Nicht alle konkret: Thomas Schulz neben seinen Werken „Sonnenboot“ und „Sonne durchkreuzt“. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Angelmodde. „Ich male, seit ich denken kann, schon als Kind. Mehr so für mich“. Aber irgendwann wurde er gefragt – ein Bild zum Verschenken, eine Ausstellung, dann eine ganze Reihe, auch eine in Weimar, sonst eher in Münster.
Nun stellt der Pfarrer Thomas Schulz, der halb im Franz-Hitze-Haus, halb in St. Nikolaus Münster arbeitet, in St. Bernhard aus. Elf Werke im Pfarrsaal, eines in der Kirche St. Bernhard. Es mögen fünf oder sechs Meter sein, die die ein Meter breite Bahn nach oben zeigt. Und doch ist es nur etwa die Hälfte. Geschaffen hat er das Gemälde von zehn Metern Länge auf Anfrage für eine inzwischen abgerissene Kirche in Ennigerloh. „Aufbrüche von Arche bis Davidsstadt“ heißt das Werk.  Aufbrüche und Abbrüche gebe es heute auch viele, sagt er und er denke an manche geschlossene oder abgerissene Kirche.
Die Sternsinger hätten die Symbole schließlich gut entschlüsselt, sagt Schulz. Oben fährt die Arche Noah auf einem Regenbogen, Symbol der Verbindung mit Gott, durch den Himmel, darunter verweisen Pyramiden und ein Gitterzaun auf den Auszug der Israeliten aus der Gefangenschaft in Ägypten, unten liegt unter einem Davidsstern die Stadt Jerusalem mit dem Tempel.  Unsichtbar ist der Baumstumpf. Dieses Werk zum Alten Testament – es gibt ein zweites, zum Neuen Testament, ist unverkäuflich.
Für den Geistlichen ist Malen ein Hobby, er muss kein Geld damit verdienen. „Darum bin ich heilfroh.“ So kann er malen, wie er möchte: „Ich lege einfach los.“

Von einer „blauen“ Phase zeugt die „Blaue Meditation“, 2009 entstanden – eine Farbe in Schattierungen, eine Form. Manche der Acryl-Gemälde haben ein klares Thema, das sich auch ohne Titel erschließt, andere sind abstrakt, manche ohne Titel – auch er möchte dem Betrachter das eigene Empfinden lassen.
Seine Anregungen kommen aus der Religion, wie „Mysterium der Geburt“, andere verknüpfen Religion mit Naturerlebnissen, besonders aus Brandenburg.  Aus Fahrten durch Baum-Alleen entstand die „Baum-Kathedrale“.

Anfangs reichte eine Farbe: Thomas Schulz neben "Blaue Meditation" von 2009. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Anfangs reichte eine Farbe: Thomas Schulz neben „Blaue Meditation“ von 2009. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Die Werke sind bis zum 28. Februar zu den Öffnungszeiten des Pfarrzentrums aus der Nähe zu sehen – und durch die breite Glasfront permanent.

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