In der Kirche auf dem Land

Chor-Konzert der God's Black Sheep in der Kirche St. Bernhard in Angelmodde-West. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Angelmodde. Kurz vor Schluss war das Publikum gefordert. Erneut war der Laien-Projektchor „God’s Black Sheep“ am Sonntagnachmittag zu Gast in der Kirche St. Bernhard, im Gepäck viele neue Gospel-Lieder aus 14 Probenterminen. Bei strahlendem Sonnenschein waren die Bänke gut besetzt, aber nicht ganz voll.

Die Grundstimmung war diesmal eine andere. Bei diesem neunten Projekt „ist unser Programm ein bisschen ruhiger und ein bisschen behaglicher“, erklärten die  Moderatorinnen,Tina Söffgen und Eva Hajek. Thema war diesmal „Country Church“. Die „Kirche auf dem Land“ gab auch der neuen CD ihren Titel und prägte die Auswahl der Lieder: Choräle aus den ländlichen Südstaaten. Sebastian Reimann, Pastoralreferent in der Gemeinde St. Nikolaus Münster, verortete in dem Motto eine Neigung zum Kleinen und Ländlichen, „eine Sehnsucht nach der Begegnung mit Gott und mit den Menschen“. Im Text der Moderatorinnen hieß es:  „… und zwischen diesen Feldern, da führt ein Weg aus Sand zu einem weißen Holzhaus, der Kirche auf dem Land. Kein Pomp und keinen Reichtum braucht sie zur Heiligkeit. … nur Holz und Bretterwand, so hab ich sie im Herzen.“

Chor-Konzert der God's Black Sheep in der Kirche St. Bernhard in Angelmodde-West. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Chor-Konzert der God’s Black Sheep in der Kirche St. Bernhard in Angelmodde-West. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Sehr Englisch geht es zu in den Texten – aber die „Schafe“ bieten im Programmheft deutsche Übersetzungen. So kann jeder folgen, wenn der Chor „Sweet Spirit“ singt, „Personal Saviour“ oder „Amazing Grace“ und „The Oldtime Way“ – und da stecken viele Glaubens-Geschichten drin.

Der knapp 40-köpfige Chor dankte Gästen und stellvertretend  für den Gastgeber Arne Tigges, Kantor in St. Bernhard und selbst jemand mit Erfahrung als Chorleiter: „Ich kann anerkennen, was Chor und Chorleiter heute geleistet haben“. Tatsächlich konnte der Chor besonders im Sopran Akzente setzen, die nur fünf Männer ließen schöne Bässe kräftig hören und „Leithammel“ Gerrit Tepe ließ seinen Stimme einmal Solo von der Leine.
Richtig lebendig wurde fast ganz am Ende: „Sie werden gleich eine Zugabe für uns singen.“ Die Gelegenheit nutzten die Gäste gern und reichlich, plötzlich kam im „Glory, glory, halleluja“ mehr auf von dem, was man auch im etwas zurückhaltenden Westfalen unter einem alle einbeziehenden Gospel-Ereignis versteht.

Chor-Konzert der God's Black Sheep in der Kirche St. Bernhard in Angelmodde-West. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Chor-Konzert der God’s Black Sheep in der Kirche St. Bernhard in Angelmodde-West. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Der Chor lud dazu ein, an den Proben für den zehnten Projektchor teilzunehmen. Wie schnell man sich dort einleben kann, hatten die Moderatorinnen bewiesen. Sie waren beide zum ersten Mal dabei. 2017 begeht der Chor sein Jubiläum. Er werde dann das Beste aus zehn Jahren präsentieren.

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