Im ewigen Eis: 3. Internationale Polartagung findet an der WWU statt

Teilen heißt kümmern!

Münster. Das Meer der Arktis ist von so wenig Eis bedeckt wie nie, Forscher haben neue Arten in der Tiefsee der Antarktis gefunden und es gibt unerwartete Erkenntnisse über das Klima – dies sind nur einige der Ergebnisse der ersten Expeditionen im derzeit laufenden "Internationalen  Polarjahr".

Physik über die Biologie bis hin zur Geschichte der Polarforschung

Mehr als 50.000 Wissenschaftler aus über 60 Nationen beteiligen sich an den Forschungsaktivitäten.Einige der spektakulärsten Projekte werden bei der 23. Internationalen Polartagung der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung präsentiert, die vom 10. bis zum 14. März an der WWU Münster stattfindet. Vertreten sind dabei alle Disziplinen der Polarforschung – von der Physik über die Biologie bis hin zur Geschichte der Polarforschung.

WWU Münster: Polarforschung mit als 50 Jahren  Tradition

An der WWU hat Polarforschung eine mehr als 50jährige Tradition. Sie wurde von Prof. Dr. Bernhard Brockamp begründet, der 1930 mit Prof. Dr. Alfred Wegener, einem Pionier der Polarforschung, an der deutschen Grönland-Expedition teilgenommen hatte und 1952 als Dozent für Geophysik nach Münster kam. "Deshalb freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr die 23. Internationale Polartagung ausrichten", so der Polarforscher Dr. Norbert Blindow vom Institut für Geophysik. Die münsterschen Wissenschaftler führen hauptsächlich Forschungen zur Messung und Modellierung von Gletschern und antarktischen Eismassen durch, unter anderem mit Hilfe der am Institut für Geophysik entwickelten helikopter- und flugzeuggestützten Messsysteme.

Polarjahr mehr als 25 Expeditionen zu Land, zu Wasser und in der Luft

In der ersten Hälfte des Polarjahres, das von März 2007 bis März 2009 läuft, haben bereits mehr als 25 Expeditionen zu Land, zu Wasser und in der Luft stattgefunden. Mindestens genauso viele werden in der zweiten Hälfte noch folgen. Alle liefern Bausteine für das Verständnis der Erde, seien sie das Klima, die biologische Vielfalt oder die Erdgeschichte betreffend. "Die Vielzahl der Projekte ist riesig und wir freuen uns, dass wir im Rahmen der Polartagung eine Halbzeitbilanz ziehen können", sagte Prof. Dr. Reinhard Dietrich, Vorsitzender der Deutschen Kommission für das Internationale Polarjahr.