Illegale LKW-Durchfahrten in Albersloh

Teilen heißt kümmern!

Albersloh. „Wir können die Forderung, die die Initiative ‚Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh‘ in ihrem Leserbrief aufstellt hat (Siehe WN vom 29. Januar 2021), nur unterstützen,“ unterstreicht der B.f.A.-Vorsitzende und Mitglied des Stadtentwicklungsausschusses, Michael Thale, bei der jüngsten digitalen Fraktionssitzung der „BürgerInnen für Aktive Kommunalpolitik“.

Sperrung teils missachtet von auswärtigen LWK-Fahrern

Zur Erinnerung: Die Initiative schrieb dort unter anderem, man habe sich sehr darüber gefreut, dass der Landrat des Kreises Warendorf im Einvernehmen mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW, der Kreispolizei und der Stadt Sendenhorst im November 2019 eine Sperrung des Albersloher Ortsdurchfahrt für den Schwerlastverkehr – mit Ausnahme des Anliegerverkehrs – angeordnet habe. Zitat: „Die überwiegende Mehrheit der Albersloher Bürgerinnen und Bürger, die das Anliegen zuvor mit mehr als 2.000 Unterschriften unterstützt hatte, konnte endlich aufatmen und wähnte sich von den Gefahren sowie dem Lärm und den Abgasen des quälenden Schwerlastverkehrs befreit. …. Leider müssen wir aber feststellen, dass viele auswärtige Lastwagen sich nicht an das Verbot halten. Wir appellieren daher dringend an die zuständigen Behörden, das Durchfahrverbot stärker zu kontrollieren.” Ende des Zitats.

Guter Grund für Durchfahrverbot für Lkw in Albersloh

„Dieser Leserbrief hebt noch einmal deutlich hervor“, so der B.f.A.-Fraktionsvorsitzende Hans Ulrich Menke, „dass es der Initiative nicht daran gelegen ist, den Lkw-Verkehr in andere Orte zu verlagern oder die Fahrer der Lastwagen zu schikanieren.“ Geprägt sei das Bemühen der Initiative durch die Suche nach vernünftigen Lösungen und „anderen Konzepten, zum Beispiel Umgehungsstraßen, Verlagerung von Warenverkehr auf die Schiene etc.“. Den Bürgerinnen und Bürgern sei bewusst, dass Lkw-Fahrer vielen Belastungen ausgesetzt seien, dass aber auf der anderen Seite der Landrat aus gutem Grund ein Durchfahrverbot für Lkw in Albersloh ausgesprochen habe.

Hinweis in Navigationssysteme der LKW fehlt noch: Hilft ein MdL?

Zielführender sei es, wenn sich z.B. der örtliche Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum als Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in der Enquetekommission zur Finanzierung, Innovation und Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs intensiver für eine Übernahme des Durchfahrverbots in die Navigationssysteme der Lkw einsetzen würde. „So, wie er es den Alberslohern vor mehr als einem Jahr versprochen hat“, hakt Michael Thale nach. Die heimischen Unternehmen hätten im Übrigen, das habe die Initiative schon klar gesagt, „das Durchfahrverbot inzwischen im Großen und Ganzen akzeptiert. Sie nehmen dankenswerterweise Umwege und Mehrkosten in Kauf, um die Bürger des Dorfes keinem unnötigen Risiko mehr auszusetzen.“

Umgehungsstraßen-Bau beschleunigen?

„Das ist beispielhaft“, meint dazu B.f.A.-Ratsfrau Martina Rust, „nur, wenn wir alle zusammenhalten, können wir für unser Dorf das Beste erreichen.“ „Warum sollen wir das ignorante und gesetzeswidrige Verhalten auswärtiger Speditionen tolerieren?“, fragt B.f.A.-Ratsherr Dirk Köhler. „wobei auch eine Beschleunigung des Baus einer zeitgemäßen Umgehungsstraße diesem Missstand abhelfen könnte!“

LKW Thema für Stadtentwicklungsausschuss

Darum hat die B.f.A. beschlossen, in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstag, 4. Februar 2021, das Thema „Durchfahrverbot, Durchsetzung und Kontrolle“ erneut anzusprechen: „Eigentlich zügig umzusetzende Ansatzpunkte“, ergänzt B.f.A.-Ausschussmitglied Dirk Köhler, „wenn es die Verantwortlichen nur wollen würden. Denn die weiträumigen Umfahrungsstrecken sind inzwischen – bis auf einige Kleinigkeiten – über Landstraßen und Autobahnen gut ausgeschildert.“