IG der Albersloher Kaufleute berät Öffnungszeiten und Internet-Präsenz

Sendenhorst-Albersloh.  Was sich bewährt hat, muss man nicht ändern, nur weil es rechtlich nun erlaubt ist. Als Richtschnur solle man dagegen den Kundenbedarf beachten. So lud Karin Eksen, Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Münsterland e.V., die Kaufleute zur Prüfung des Gewohnten ein.

Prinzipiell zu empfehlen seien allerdings Kernöffnungszeiten, da sie Überblick schaffen. Das Fazit von Claudia Mersmann, man müsse sicherlich über eine Öffnung „am  geliebten Mittwochnachmittag“ nachdenken, wurde am Montagabend im Hotel-Gasthof „Zur Post“ kontrovers aufgenommen. Die Erfahrungen der Kaufleute sind unterschiedlich: Wer viel Kundschaft von außen hat, der öffnet auch am Mittwochnachmittag, so der Tenor. Die Kunden aus dem Dorf seien dagegen an diese Besonderheit gewöhnt. Skeptisch zeigte sich die Fleischerei Meier. Man würde zwei neue Kräfte einstellen müssen, die Kosten aber über den Umsatz nicht wieder hereinholen.

„Aber bitte nicht am Mittwochnachmittag“

Einstweilen, so Eksen mit Augenzwinkern, solle man dafür sorgen, dass die Einzelhandelsbefragung in Albersloh nicht an einem Mittwochnachmittag durchgeführt werde. Zur laufenden Arbeit am Einzelhandelskonzept versicherte Reinhard Drepper noch einmal, es handle sich zwar um ein Gesamtkonzept, der Eigenständigkeit Alberslohs werde aber Rechnung getragen. Er lud zu offener Beteiligung ein: „Je offener wir Informationen liefern, desto wertvollere Informationen bekommen wir zurück.“ Inzwischen sind viele der Albersloher Läden in Fläche und Sortiment erfasst worden, aber nicht alle. Reinhard Drepper stellte Ideen aus dem Arbeitskreis Albersloh vor, der sich unter anderem mit einer attraktiveren Gestaltung der Wiemhove und anderen Möglichkeiten befasst, Besuchern einen positiven Eindruck von Albersloh zu vermitteln. „Sie sollen ja wiederkommen“.
Einen Entwurf für einen eventuellen Internettauftritt der Kaufleute präsentierte Frank Wahlert. Auf viel Gegenliebe stieß sein Vorschlag, den Geschäftsleuten ohne eigenen Internetauftritt eine Präsenz mit einem „Steckbrief“ zu bieten. Der Name der Internetadresse gab Anlass, das Selbstverständnis der Interessengemeinschaft zu diskutieren. Händler, Handwerker, Dienstleister und Freiberufler vereint die Gruppe unter dem Dach mit dem sperrigen und nicht ganz treffenden Namen „Interessengemeinschaft Albersloher Kaufleute“. Die Abkürzung IGK in der Internetadresse sei vielleicht etwas technisch; ob man denn nicht etwas Einladenderes wählen solle wie etwa „albersloh-einkaufen.de“. Lob fand das Freundliche „hallo-albersloh.de “ (inzwischen online gegangen; Anm. d. Red.) des Auftritts des Arbeitskreises Albersloh, der noch vorbereitet wird. Der Arbeitskreis wird über die Inhalte und die Verknüpfung mit einem Auftritt der Interessengemeinschaft noch beratschlagen. Ein Beschluss wurde nicht gefasst.

Henning Rehbaum wies auf die Chancen der Berufsorientierungsmesse für Jugendliche und Betriebe hin, die die Stadt Sendenhorst Ende August ausrichten will. Der Skepsis solchen Veranstaltungen gegenüber berichtete unter anderem Karin Eksen von Erfahrungen, dass sich einen gute Vorbereitung in den Schule auszahle.

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