Hugo Goeke: Priesterjubiläum in St. Ludgeri gefeiert

Hugo Goeke: Priesterjubiläum in St. Ludgeri gefeiert
Hugo Goeke in St. Ludgeri mit Konzelebranten. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster. „Zu meinem eisernen Jubiläum kann es dann wieder ein Festprediger sein“, sagte zu seinem diamantenen Priesterjubiläum Hugo Goeke, aber diesmal sprach er selbst in der bis auf den letzten Platz gefüllten Messe in St. Ludgeri am Ostermontag.
Prägende Erlebnisse habe er weniger auf dem Petersplatz gehabt als etwa bei den Eltern eines tödlich verunfallten Kindes. Etwas vom Leid der Eltern auf seine Schultern übernehmen zu können gab ihm das Gefühl: „Ich werde als Priester gebraucht. Es ist nicht umsonst, dass du diesen Weg gegangen bist.“
Hugo Goekes zweiter Schwerpunkt war die Berufung der Laien. Offiziell begann die Hinwendung des Priesters zur Gemeinde erst nach dem II. Vatikanischen Konzil. Goeke tat es schon früher, in Abstimmung mit seinem Vorgesetzten, und unterstrich, damals seien die Priester vom hohen Sockel herabgestiegen: „Auf den hohen Sockel gehört heute das Volk Gottes mit allen gläubigen, getauften Christen.“ Jeder könne im Leben eine Berufung entdecken und Leben, auch jenseits des Priesteramtes.

Als Kind und Jugendlicher habe er „eine innere Gegenwehr“ gegenüber dem Priesteramt gehabt. Es sei „ausschließlich die Person Jesus“ gewesen, „die den Ausschlag gegeben habe“, betonte er nun in St. Ludgeri.
45 seien am gleichen Tag zum Priester geweiht worden; dankbar sei er, dieses Jubiläum als einer von elf erleben zu können, sagte der 2014 emeritierte Professor für Katholische Theologie. Seine Konzelebranten waren an diesem Jubiläumstag sein Bruder Otto Goeke, Prälat Thorbjørn Olsen aus Norwegen, Pater Luka Marković und der leitende Pfarrer der Kirchengemeinde, Dr. Detlef Ziegler.
Musikalisch bereicherte die Messe ein Bläser-Ensemble aus Nienberge, der Chor von Helmut Leistritz und Organistin Dr. Magdalene Saal sowie an der Trompete Annette Saal.

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