Geschichten mit Usch Hollmann beim Heimatverein Wolbeck

Geschichten mit Usch Hollmann beim Heimatverein Wolbeck
Usch Hollmann präsentierte Geschichten beim Heimatabend des Heimatvereins Wolbeck in der Gaststätte Sültemeyer. Foto: A. Hasenkamp.

Zuletzt aktualisiert 9. Oktober 2020 (zuerst 24. Januar 2020).

Usch Hollmann telefonierte mit ihrem
imaginären „Ännchen“ als Gegenüber

Münster-Wolbeck (agh). Der Heimatverein Wolbeck hatte einen besonderen Gast am Freitagabend bei seinen „Bunten Heimatabend“, und den umrankte er üppig mit weiterem Programm.

Usch Hollmann aus Steinfurt, bekannt nicht zuletzt über viele Radio-Kolumnen, trat ans Mikrofon, als die über 100 Gäste gespeist hatten und das Wolbeck-Lied, getextet von Josef Leifert, gesungen war. „Kleinod du im Münsterland“, das ist Wolbeck, in dessen Mauern „des Töttchens Gaumenkitzel“ wartet.   Hollmann begann zu „telefonieren“, als ihre Kunstfigur „Lisbeth“ mit dem imaginären „Ännchen“ als Gegenüber. Sie brauchte nicht lange, um den ganzen Saal in ihren Bann zu ziehen, zum schmunzeln zu bringen und dann zum Lachen. Es ist viel aus dem ganz normal unnormalen Leben, das Hollmann aufgetischt, lecker garniert und mit Kopfstimme gesprochen. Es sind einige jüngere unter den Gästen des Heimatsvereins dabei, aber anscheinend erinnern sich sehr, sehr viele an jene Zeiten, als seltsame protestantische Zuwanderer in Erscheinung traten, strenge Grenzen gezogen worden, vom Katechismus und vom Herrn Pastor als „Grenzschützer“ gesichert. „Ökumene“: das war eine ferne Welt. Frauen in der Kirche nicht, es sei denn, sie machten den Mund auf: „Mulier taceat in ecclesia.“ Köstlich war Tante Theas Schimpfwort-Kette, die beim so angesprochenen Verkehrs-Polizisten eine unerwartete Reaktion auslöste.

Zum Thema.:  Heimatverein Wolbeck stellt Jahresprogramm 2009 vor

Umrankt wurden Hollmanns Geschichten von Bernhard Karrengarns Moderation und Anekdoten von   Leifert sowie Liedern, die Männlein und Weiblein in ihrem nicht immer trauten Miteinander aufs Korn und auf die Schippe nahmen, gern in ungewöhnlicher Konstellation. Etwa im Lied „Et was dao malo so’n kleinen Mann“, wo er einiges auf die Mütze bekommt. Hin und her geht zwischen den Geschlechtern geht es in den – vom Heimatverein erweiterten – Lied: „Heißa, mein Heinerle“. Dem Grünkohl-Essen vorangestellt war das Harhues-Gebet „Een Pott vull Moos“, vorgetragen von Egon Becklas.

Der volle Saal und das Mitgehen der Gäste beeindruckten Hollmann, daraus machte sie keinen Hehl.

Bitte gib der Seite ein

Verwandte Inhalte:

  • Heimatverein Wolbeck e.V.Der Vorstand des Heimatverein Wolbeck e.V. mit Stand vom 20.11.2007. Der Verein pflegt seit über 50 Jahren die niederdeutsche Sprache und Geselligkeit; er fühlt sich der Brauchtums- und Ortspflege verpflichtet. Zum Angebot gehört auch das Lambertussingen im Park des Drostenhofs zu Wolbeck. (( Aktueller Beitrag zum Heimatverein Wolbeck)) Vorstand des…
  • Lambertussingen mit dem Heimatverein WolbeckMünster-Wolbeck. Bei bestem Wetter war am Dienstagabend der Zuspruch gut beim Lambertus-Singen des Heimatvereins Wolbeck. Singend geht es vom Hof des Drostenhofes in den Park: „Ich geh‘ mit meiner Laterne …“ Dort wartete schon die dreibeinige Pyramide darauf, die Laternen-Kreationen der Kinder aufzunehmen. Bei etwa 60 Kindern und ebenso vielen…
  • Wolbeck/Sauerland. Natur, Kultur und Geschichte erlebten die Wolbecker Heimatfreunde bei einer Fahrt in den Wildwald Voßwinkel und die historische Stadt Arnsberg. Unter der Leitung von Josef Leifert wanderten die Wolbecker bei wunderschönem Wetter und angenehmen Temperaturen durch den Wildwald Voßwinkel.    Dort erlebten sie zunächst die Fütterung von über 60…
  • Münster-Wolbeck. Der Heimatverein Wolbeck stellt sein Jahresprogramm für 2008 vor und lädt zu allen Veranstaltungen herzlich ein. "Die Einladung richtet sich auch an Ihre Freunde und Verwandten und an alle, die an Wolbeck und an unseren Veranstaltungen Interesse haben. Gäste sind ebenfalls herzlich willkommen!" Freitag, 11. Januar 2008:   Heimatabend  mit…
  • Mit dem traditionellen Heimatabend in der Gaststätte Sültemeyer am 21. Januar schließt der Heimatverein das Jubiläumsjahr „700 Jahre Wigbold Wolbeck“ ab und startet nach dem Vortrag über das Haus Lackmann das Jahresprogramm 2011. Mit einem großen Heimatabend hatte der Heimatverein in der Aula des Gartenbauzentrums das Jubiläumsjahr 2010 eröffnet. Nunmehr…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Follow by Email
RSS