„Heimspiel“ für ukrainische Band „Tik“ in Münster

„Heimspiel“ für ukrainische Band „Tik“ in Münster
Begeisterung von Bühne bis hinten in den Saal: Zur Musik von „Tik“ mit Frontmann Viktor Broniuk wird auf allen freien Flächen getanzt. Foto: A. Hasenkamp.

Begeisterung und Tanz in der Stadthalle Hiltrup

Münster-Hiltrup. Ein „Heimspiel“ für die Ukraine war das Konzert der Band „Tik“ am Dienstagabend in der Stadthalle Hiltrup.
Der Trompeter tritt zu den dumpfen Synthesizer-Klängen auf die Bühne, sofort ist Druck im Saal, ein Posaunist legt noch etwas drauf – „Tik“ wird die Spannung mit Folk-Rock-Musik auch in der zweiten Halbzeit halten. Bald erklingt Tanzbares, hinten im Saal ist der wenige leere Raum schnell gefüllt mit großen Gruppen, die im Kreis tanzen. Fast nur Frauen jeden Alters sind dabei, ausgelassen und sichtbar tanzerfahren, auch einige Kinder. Eine Kindergruppe erobert sich noch den kleinen Raum rechts von der Bühne, zum Tanzen.
Die Pause ist Zeit zum Reden, zum Stärken mit Brezeln und mit Broten, mit gar nicht so dünnen Scheiben Speck belegt – Speck aus Winnyzja, der „Hauptstadt des Specks“, wie Iryna Frenkel gern erklärt. Sie ist Managerin der Band und steht am kleinen Verkaufsstand. CDs und eine Langspielplatte gibt es da, eine Flagge und T-Shirts zur einwöchigen Tour der Band.
Die Benefiztour durch die Schweiz und Deutschland steht unter dem Titel „Mit Liebe aus der Ukraine“. Münster kam durch seine Partnerschaft mit der Stadt Winnyzja ins Spiel. Den für Lausanne geplanten Auftritt habe die dortige Polizei verboten, so Frenzel. Russen hätten sich beschwert, wegen eines Liedes. Darin heißt es, sinngemäß: „Warum sollten die Sklaven die Freien befreien?“ – ein Kontra gegen Kreml-Propaganda. „Befreien von der Regierung, die wir selber gewählt haben?“, fragt Frenzel. Gut 300 Menschen seien gekommen, etwa 25 Deutsche.
Milia, 41, seit 2022 in Deutschland und in Drensteinfurt untergekommen und auch beim Konzert zum Sammeln von Spenden u.a. für Ausrüstung für Soldaten unterwegs, sieht zwei Seiten des Ereignisses. Es sei keine Zeit zur Freude, aber das Konzert lenke die Aufmerksamkeit auf Kultur und speziell Musik in der Ukraine. Mariya Sharko vom Verein Ukrainische Sprache und Kultur in Münster übersetzt.
Der Ursprung der Band liegt in Winnyzja, wo sie 2006 entstand. Im Rahmen der Solidaritätspartnerschaft mit der Stadt Winnyzja wurde gemeinsam mit einer Konzertagentur ein Benefizkonzert der ukrainischen Band TIK in der Stadthalle Hiltrup organisiert. Seit 18 Jahren ist TIK mit Millionen verkauften Alben eine der bekanntesten Bands in der Ukraine. Seit Beginn des Krieges engagiert sich die Gruppe verstärkt sozial und spielt zum Beispiel auch Konzerte für Soldatinnen und Soldaten und sammelt Gelder für Kinder aus der Region Winnyzja, um im Krieg verlorene Sportgeräte, Musikinstrumente oder anderes Equipment für ihre Hobbies zu ersetzen.


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