Heide vs. Dorf: Traditionsspiel in Wolbeck mit kalter Dusche

Zuletzt aktualisiert 6. Mai 2018 (zuerst 8. Mai 2013).

Nünster-Wolbeck. Ein kräftiger Schauer kostete das Traditionsspiel Dorf-gegen-Heide am Mitwoch einige Besucher, ein Erfolg mit ordentlichem Umsatz zugunsten eines Kunstrasenplatzes wurde es trotzdem.

Zunächst traten die Kinder zweier U6 Mannschaften mit ihren Trainern Thorsten Gerdes sowie Bernhard Roer und seinem Enkel Simon Roer-Rodriguez an. Doch kaum war das Mannschafts-Foto geschossen, öffnete der Himmerl seine Pforten, ein Regenguss vertrieb alle vom Grün. Als der Regen etwas nachließ, erinnerte der Spielspaß einiger Nachwuchskicker alle daran, dass das Wetter doch nicht so wichtig ist. Das große Wuseln begann, unter den gütigen Augen von Schiedsrichter Alfred Tacken. 14:2 endete es für die Doppel-Roer-Mannschaft. „Vielen Dank, dass ihr den Regen weggespielt habt“, sagte VfL-Beisitzer Jörg Kersten.

Der Weg war frei für die Altherren. Die „ewigen Talente“ legten diesmal mit einem Elfmeterschießen los. Reihum prüften sie die Torwarte Horst-Karl Beitelhoff und Michael Kintrup, die allerhand Bälle wegfischten. Doch die Heide-Spieler erzielten mehr Treffer, wohl auch, weil keiner von ihnen daneben schoss.

Dann begann das eigentliche Spiel und für die Heide lief es zunächst gut an: Nach guter Kombination haute Berkan Ergüzel den Ball ins Dorf-Netz. Doch die Dörfler kamen in Fahrt. Dirk Mentrup machte nach sehenswerter Kombination den Anfang zum 1:1, Ralf Deipenwisch legte nach. Auch die dritte Halbzeit, in der Heide zunächst gut sortiert den Ball laufen ließ, entschied das Dorf für sich. Wieder und wieder brachen sie über ihren rechten Flügel in den Strafraum ein. Die letzten Tore für Dorf erzielten zwei Schützen, die ihre Elfmeter versemmelt hatten: Andreas Zumdick und Rudi Cadura.

Zum Thema.:  „Dorf-gegen-Heide“ mobilisiert Wolbecker Fußballer

Das habe ein für ein Altherren-Spiel ordentliches Niveau gehabt, meinte Schiri Tacken. „Das war ein faires Spiel.“ Dorf habe sich weniger Fehlpässe geleistet und die Außen hätten zu viel Platz gehabt, so seine Analyse. Am Spiel beteiligte sich beim Dorf auch der Trainer der 1. Senioren, Christoph Achterholt, sowie alle drei Vorsitzenden des VfL, neben Deipenwisch Sven Weigelt und Martin Grass.

Die beiden Mannschaften und einige Fans, bewirtet vom Catering-Team um Hermann-Josef Ringbeck, feierten gemeinsam bis in den frühen Morgen. Heide gelang es, unter Einsatz höherer Mathematik noch einen Heide-Sieg zu errechnen. Man muss nur den Vorsprung des Elfmeterschießens zum Spiel-Ergebnis hinzurechnen, dann steht es 4:4. Und die siegreiche U6 hat einen Trainer, dessen Elternhaus in der Heide stand. Auf das Ergebnis 2014 darf man gespannt sein.

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