Harmonie auch ohne Abriss schaffen: Feng Shui-Beraterin bot Gartenanalyse und Vorschläge

Münster-Wolbeck. Gut gefällt ihr, dass ein gepflasterter Kreis den Besucher des Grundstücks empfängt. Aber dann laufe der Blick schnurstracks auf die harte Kante der Scheune zu, analysiert Sabine Tecklenburg-Khorosh die Situation im Hof hinter dem AWO-Treff in der Hofstraße.

Sabine Tecklenburg-KhoroshAus der Sicht des Feng Shui sei auch das Grün rechts und links des Weges ungünstig strukturiert, erklärt sie am Donnerstagnachmittag den Gästen der Wolbecker AWO. Ihr Vortrag „Gartenvorschläge nach ‚Feng Shui’. Analyse – Harmonisierung – Gestaltung“ hat viele Neugierige angelockt, von denen etliche emsig Notizen machen.Wenig Energie biete der Baumstumpf rechts des Weges. Hoch ist er und kräftig, aber ein Stein „deckelt“ die Energie und die kleine steinerne Schildkröte sei kein Inbegriff von Dynamik. Die Balance von Ying und Yang ist wichtig für die Harmonie, betont die Beraterin. Da ist zum Beispiel Glänzendes mit Mattem oder Ruhiges mit Aufgeladenem zu balancieren, wobei unter Umständen die Oberfläche der Pflastersteine den Unterschied macht. Gepflastert hat die Architektin auch schon selbst, „daher weiß ich, was geht und was nicht“.

Sabine Tecklenburg-KhoroshTecklenburg-Khorosh studierte in Münster Architektur und machte in Freiburg eine Ausbildung als Feng Shui-Consultant. 2002 schloss sich eine Ausbildung zur Geo-Baubiologin an. Seitdem befasst sie sich als selbständige Beraterin mit der Gestaltung von Innenräumen und Gärten. Das kann auch mal ein Park sein, dessen abstoßende Gestalt menschenfreundlich und einladend zu gestalten ist.

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Fundament der Analyse wie auch der Gestaltung sind 3000 Jahre Erfahrungslehre des „Feng Shui“, was übersetzt „Wind und Wasser“ bedeutet. Feng Shui biete Systeme und Erklärungen, die Wirkung der Einflüsse von Erde, Himmel und Umgebung auf das Leben zu verstehen.

Diese Lehre passen Anhänger des holistischen, ganzheitlichen Feng Shui dann den europäischen Verhältnissen an.

Wer den Sinn hinter der Platzierung von Pflanzen und Wegen sehe und strukturiert vorgehe, habe auch Freude am Gestalten des Gartens. Man sehe nicht mehr nur das Detail oder lästige Aufräumarbeit. Und der Garten lade dann zum Erwandern und Erleben ein.

„Räume prägen uns Menschen“, sagt Tecklenburg-Khorosh. Manche Nachbarschafts-Fehde lasse sich auf eine ungünstige Raum-Konstellation zurückführen. Und die könne man durch eine neue Gestaltung des Gartens zur Harmonie bringen, ohne Grundstücksgrenzen neu ziehen zu müssen.

Der nächste Vortrag im AWO-Treff bietet am 11.10.2007 eine „Hommage an Günter Grass zum 80. Geburtstag“.

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