Hamburger Geologe führte im Drostenhof durch den Bernsteinwald

Münster-Wolbeck. Wo kommt der Bernstein her, warum ist er gelb, mancher auch grün? Danach und nach seiner Arbeit über 50 Millionen Jahre zurückliegende Ereignisse fragten am Donnerstagabend, 11.05.2006,  anderthalb Dutzend Neugierige im Drostenhof bei einer Reise durch die Geschichte des Bernsteinwaldes.

Zu sehen ist der im damals heißen Klima entstandene Bernsteinwald heute nirgends, die Eiszeit schliff die Überreste hinweg. Manche Geheimnisse gibt der Bernstein preis, doch auch das nur auf Umwegen. Eingeschlossene Mineralien verweisen auf vulkanische Tätigkeit im Gebiet seiner Entstehung, und Vulkane gab es nicht überall. Auch die vom Harz eingeschlossenen Tiere und, seltener, Planzenteile, geben Paläobiologen und Paläogeologen Auskünfte. Ein solcher Spezialist ist Dr. Wolfgang Weischat vom Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Hamburg. Der quirlige Geologe mit der spürbaren Begeisterung für den „brennenden Stein“ Bernstein führte die Teilnehmer mit Leinwand, Büchern und echtem und falschem Bernstein sehr anschaulich durch dessen Geschichte und seine Forschungstätigkeit.

Bernstein-Tage in Münster-Wolbeck

Der Vortrag gehörte zu den Bernsteintagen, die die Kulturreferentin für Westpreußen, Magdalena Oxfort, organisiert hat.
Begleitend zur Bernstein-Ausstellung des Westpreußischen Landesmuseums und des Marienburger Schlossmuseums werden am Samstag, 13. Mai 2006 ab 15 Uhr zwei Filmdokumentationen präsentiert. Ein Film zeigt das tausendjährige Danzig, Hauptstadt Westpreußens und der Umschlagplatz für Bernstein, und Generationen von Familien, die das Gestein seit Jahrhunderten begleiten. Der zweite Film ist eine Reportage über das neue Bernsteinzimmer.

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