Gutes Bauen im geförderten Wohnungsbau: Ausstellung NRW-Landespreis für Projekte mit vorbildlichem Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau

Gutes Bauen im geförderten Wohnungsbau: Ausstellung NRW-Landespreis für Projekte mit vorbildlichem Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau
Baustelle an der Meesenstiege 2005. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Zuletzt aktualisiert 8. April 2019 (zuerst 6. April 2018).

Münster (SMS) Der Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau 2017 widmete sich vorbildlichem Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Prämiert wurden zukunftsweisende Projekte, lebendige und bezahlbare Wohnquartiere von gestalterischer Qualität. Die Siegerentwürfe sind ab Dienstag, 10. April, in der Stadthausgalerie am Platz des Westfälischen Friedens ausgestellt. Darunter sind auch zwei Beispiele aus Münster.

NRW-Landespreis für zehn Wohnungsbau-Projekte / Zwei Bau-Beispiele aus Münster

Ausgezeichnet wurden im vergangenen Herbst in Düsseldorf von 54 eingereichten Arbeiten die Wohnanlage Hammer Straße auf dem ehemaligen Kirchengelände St. Sebastian und das Wohnquartier Meesenstiege in Hiltrup. Bauherrin war in beiden Fällen die Wohn- und Stadtbau.

54 Beiträge wurden zu dem Verfahren eingereicht. Unter dem Vorsitz von Architektin Susanne Wartzeck beurteilte die Jury die Arbeiten nach den Kriterien städtebauliche Einbindung, Funktion und Nutzungsqualitäten, Gestaltungsqualität, ökonomische Qualität, ökologische Qualität, Prozessqualität und Ausführungsqualität. „Der Wohnungsbau boomt und wird immer vielfältiger“, so die hessische Architektin. „Wir haben bewusst versucht, die ganze Bandbreite des Aufgabenspektrums mit überzeugenden Beispielen zu belegen.“ Zehn Bauwerke wurden schließlich als gleichrangige Preisträger ausgewählt.

Potentiale für geförderten Wohnungsbau

Die eingereichten Projekte verdeutlichen, dass insbesondere im Neubau, aber auch im qualitativ hochwertig ertüchtigten Baubestand große Potentiale für die Schaffung von gutem gefördertem Wohnungsbau liegen. Die nun ausgezeichneten Arbeiten sollen zum einen deutlich machen, dass der geförderte Wohnungsbau ein wichtiges sozialpolitisches Instrument ist, um bezahlbaren Wohnraum auch in Schwarmstädten zur Verfügung stellen zu können – und das bei hoher gestalterischer Qualität. Zum anderen repräsentieren die Preisträgerarbeiten auch weitere Trends und Schwerpunktaufgaben im zeitgenössischen Wohnungsbau: von der „Klimaschutzsiedlung Am Wald“ in Düsseldorf-Benrath über das Umnutzungsprojekt „Alte Samtweberei“ in Krefeld bis hin zum „Studentischen Wohnen“ in Bonn-Tannenbusch. Mit der „Wohnbebauung Dalweg“ in Dülmen und dem Projekt „Integratives Wohnen – City inklusive“ in Troisdorf werden zudem eher mittelstädtische Projekte ausgezeichnet.
Der Landespreis wird vom Bauministerium in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW verliehen. Die Entwürfe und Grundzüge der Auslobung sind bis zum 27. April ausgestellt. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt sich zugleich ein Blick auf das Münster Modell – auch das ist im Stadthaussaal aufgebaut. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags, 14 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 18 Uhr, sonntags 14 bis 18 Uhr.

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