Grüne Münster-Südost fokussieren Ortskern Wolbeck und Schulentwicklung

Grüne Münster-Südost fokussieren Ortskern Wolbeck und Schulentwicklung
Erste Mitgliederversammlung des Ortsverbands der Grünen Münster in der Gaststätte Friedenskrug

Münster-Angelmodde. Hat Südost einen Plan für die Sekundarstufe II und was ist für den Verkehrsversuch in Wolbeck zu tun? Das waren Hauptthemen der ersten Mitgliederversammlung des neuen Ortsverbands Südost der Grünen. Als Gast erzählte Tanja Brandenfels von der Initiative „Wolbeck jetzt!“ von dem am 16.11. beim Runden Tisch erreichten. In Austausch auch mit Bezirksvertreter Ralph Buzug zeigte sich Misstrauen gegenüber der Verwaltung. Die Initiative habe „frischen Wind“ in die Sache gebracht, so Reiner Borchert, einer der Sprecher des Ortsverbands, am Montag im Friedenskrug. Die Politik, so Buzug, habe sich jetzt fraktionsübergreifend geschlossen gezeigt gegenüber der Verwaltung. Es sei „eher ein Konflikt zwischen Verwaltung und Politik.“ Der Verkehrsversuch zu begrüßen – aber kritisch zu begleiten. Die Verwaltung werde ihn ansonsten „so begleiten, dass es auf jeden Fall kaputtgeht“, so Buzug. Viele Ideen, auch solche der CDU, seien „pauschal abgeledert“ worden. Jetzt sei die Lage anders. „Selbst die FDP“, so Theo Lauhoff, „kann das nicht mehr so unterlaufen.“ „Im Mai geht die Arbeit richtig los“, so Borchert.

Ulla Fahle, Theo Lauhoff, Tanja Brandenfels hören Ralph Buzug zu bei der ersten Mitgliederversammlung des Ortsverbands der Grünen Münster in der Gaststätte Friedenskrug
Ulla Fahle, Theo Lauhoff, Tanja Brandenfels hören Ralph Buzug zu bei der ersten Mitgliederversammlung des Ortsverbands der Grünen Münster in der Gaststätte Friedenskrug

Es gebe keine Schulentwicklungsplanung für den Südosten, insbesondere fehle es an einer Perspektive für die Sekundarstufe II, so Buzug zum zweiten Schwerpunkt des Abends. Der Umzug des Schlaun-Gymnasiums decke den Bedarf nicht. Aber: „Wer will den Tanker noch aufhalten?“, so bündelte Buzug seine Skepsis angesichts des Stillstands im Blick auf eine Gesamtschule in Roxel und die Platznöte des Schlaun. Für ihn brauche Südost neben einem Gymnasium eine Gesamtschule. Die decke mehrere Schulformen ab, die Kinder müssten „nicht nach dem vierten Schuljahr separiert werden“, wie Ulla Fahle sagte. Ähnlich wie Buzug sah es Theo Lauhoff, der aber nur eine Gesamtschule befürwortet. Für zwei Schulen reiche das Potenzial trotz des Wachstums des Stadtteils nicht. Begrüßt wurde, dass der Ortsverband ein Positionspapier erarbeitet hat, dass den Bedarf in Südost betone. Die Frage sei jetzt drängend, hieß es von mehreren. Auf Zeit zu spielen, könne auf der Stadtebene gesehen zu einer Loose-Loose-Situation führen, so Buzug.

Der Ortsverband befinde sich noch im Aufbau, betonte Borchert, im Blick auf Kommunikationsmittel und Arbeitsgruppen. Diese sollten die Arbeit der ehrenamtlichen In der Bezirksvertretung und im Rat Unterstützen – auch hinsichtlich des Verkehrsversuchs.
Als informelles Treffen auch für Gäste plant der Ortsverband einen Glühwein-Abend für den 7. Dezember (bei Conny Höring und Theo Lauhoff, Goldbrink 33); um Anmeldung wird gebeten. Informationen gibt es auf der reaktivierten Website gruene-muenster-suedost.de.