„Girls‘ und Boys‘ Day“ in Münster – diesmal vor allem digital

„Girls‘ und Boys‘ Day“ in Münster – diesmal vor allem digital
Hannah Goos freut sich auf ihren Einsatz beim Girls’ Day als Malerin und Lackiererin im Unternehmen HaDi Foppe in Münster. Foto: © teamfoto MARQUARDT /HWK Münster

Teilen heißt kümmern!

Über 800 Angebote für Schülerinnen und Schüler / Neue Erfahrungen für zukünftige Aktionstage gesammelt

Münster (SMS) Der „Girls‘ und Boys‘ Day“ in Münster hat in diesem Jahr größtenteils online stattgefunden. Zum jährlichen Aktionstag, an dem Jugendliche geschlechtsuntypische Berufe erkunden können, standen in Münster über 800 Angebote zur Auswahl, der allergrößte Teil davon digital. Von der Batterieforschung über Straßenbau, Siebdruck, Physik bis zum Garten- und Landschaftsbau stand für die Schülerinnen am Girls‘ Day eine breite Palette an Berufen zum Kennenlernen bereit. Schüler konnten am Boys‘ Day in die Bereiche der Sozialen Dienste, des Büromanagements oder der Pflege hineinschnuppern. 

Boys‘ Day in Münster

Yannick Renard vom Amt für Gleichstellung der Stadt Münster koordinierte dieses Jahr erstmals den Boys‘ Day vor Ort: „Es freut uns ganz besonders, dass trotz der widrigen Umstände in diesem Jahr viele Betriebe und Einrichtungen geschlechtsuntypische Berufseinblicke für die Jugendlichen angeboten haben.“ Zwar könnten digitale Angebot nur bedingt die praktische Erfahrung vor Ort ersetzen, doch bringe die Umsetzung via Streaming auch neue Erfahrungen, die helfen könnten, zukünftige Aktionstage mit unterschiedlichen Beteiligungsformaten zu gestalten.

Um den Praxis-Anteil im Online-Angebot zu auszubauen, hat zum Beispiel der Fachbereich Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) im Vorfeld Päckchen mit einem Bausatz für eine Solar-Blume an die 20 Teilnehmerinnen versandt. Mit der Anleitung per Videokonferenz konnten die Solar-Blumen dann zusammengebaut werden. Auch die Schule für Modemacher setzte in diesem Jahr auf digitale Kreativität. Im Modezeichnen-Workshop „Coole Hoodies, Hemden und Baggies“ vermittelte Marion Beermann die Grundlagen zur Erstellung von Modezeichnungen für Herrenoberbekleidung. Die teilnehmenden Jungen lernten dabei, die Proportionen einer Männerfigur zeichnerisch umzusetzen und somit „Mode aufs Papier“ zu bringen.

Die Firma Ahrens Garten- und Landschaftsbau bot einige der wenigen Plätze vor Ort an, im Freien und natürlich mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen. Auszubildende Melina Meier und Bauleiter Bastian Mefus stellten den Betrieb vor, zeigten, wie gepflanzt wird und erläuterten den Einsatz des Mini-Baggers – ausprobieren inklusive. Die drei Teilnehmerinnen zwischen 12 und 13 Jahren waren das erste Mal beim Girls‘ Day dabei und freuten sich über die praktische Abwechslung von der Schule und vom Online-Unterricht. Mitarbeiterin Nora Waltring freute sich über den gelungenen Aktionstag: „Es ist immer wieder eine Bereicherung! Die Mädchen werden im Laufe des Tages immer lockerer, das ist echt schön zu sehen. Der Girls‘ Day ist einfach eine gute Gelegenheit, den Schülerinnen Einblicke in die Vielfalt des Berufs der Landschaftsgärtnerin zu geben.“   

Foto: Bastian Mefus, Bauleiter beim Garten- und Landschaftsbau Ahrens, dirigierte den ersten Einsatz mit dem Mini-Bagger und attestierte Schülerin Marlene spontan Talent im Umgang mit dem technischen Gerät.  
Foto: Amt für Kommunikation / Stadt Münster. 

Auch zum Girls‘ Day 2021: Das raten IT-Manager ihren Töchtern

Was ist der „Girls‘ Day“?